mit dem eMTB
Frankreich, Spanien, Portugal, Spanien
Start Do,4.9.2025 - Sa. 25.10.25, 51 Tage
Übersichtskarte von Komoot, OpenStreetMap
do, 04.09.25, tag 1,wattenbek-kiel-mannhein-saarbrücken-metz
ab 5:40 Uhr fuhr der zug nach kiel. um 6:15 uhr startete der ice nach mannheim. das fahrrad musste ich im waggon 1 ab-stellen. dann durfte ich den fußmarsch bis zum waggon 11 antreten, in dem ich meinen platz in der 1. klasse hatte. die plätze der 2. klasse waren schon beim start gut belegt, was in hamburg noch verstärkt wurde.
auf dem weg nach hannover wurde per lautsprecher nach dem eigentümer des gelben e-mtb gefragt. ich begab mich also zum wagen 1. laut schaffner sollte das rad am platz 102 am oberen haken aufgehängt werden. mit einem 30kg rad problemlos zu machen. der schaffner half mir freundlicherweise dabei. der zug kam mit 50-minütige verspätung im bahnhof mannheim an.
der zeitliche puffer war somit aufgebraucht und es waren nur noch wenige minuten bis zur weiterfahrt des regionalzuges. somit ging ich rechtzeitig wieder zum rad. ein fahrgast half mir beim abhängen. dadurch, dass ich sofort ein fahrstuhl nutzen konnte und das gleis nur 2 bahnsteige weiter war, klappte der übergang reibungslos. zu meiner überraschung stand der zug dort noch, beziehungsweise wurde von der zugbegleiterin aufgehalten, so dass ich noch die chance bekam, einsteigen zu können, was auch weitere fahrgäste ebenfalls noch nutzten. somit ging es gleich weiter nach saarbrücken. vom sonnenschein wechselte das wetter in richtung regenwolken. es blieb aber doch trocken. nach 1 stündigem aufenthalt ging die fahrt weiter nach metz, wo ich gegen 16.30 h ankam. mein hotel befand sich direkt gegenüber dem bahnhof.
laut google gehört die kathedrale in der stadt zu den sehenswürdigkeiten. sie war in 1.5 km entfernung u sollte um 19 h schließen, daher machte ich zu fuss auf den weg. es war und ist ein beeindruckendes gebäude in bezug auf größe aber auch auf die höhe der kirche. zahlreiche besucher waren ebenfalls noch in der kathedrale. gegen 19.30 h war ich wieder zurück im hotel. da ich noch brötchen und obst hatte, war dies mein abendbrot.
ab 7:00 uhr gibt es frühstück. ab 8:30 Uhr kann ich morgen früh den leihwagen abholen. die autovermietung enterprise ist auch hier in der nähe des bahnhofs. dann steht für morgen die 750 km fahrt nach montpellier an.
die enterprice autovermietung befand sich keine 100 meter entfernt neben meiner unterkunft u somit vor dem bahnhof von metz. im untergeschoss des vorplatzes waren parkplätze und auch die ausgabe von leihwagen. es gab zwar einen aufzug, der war jedoch zu klein, dass dort mein rad hineinpasste.
also mußte ich die dortige treppe benutzen.
ich bekam den renault australe, einen kompakt suv.
mit ausbau des vorderrades u entnahme der akkus passte das rad nach umklappen der rücksitze gut in den wagen.
die bedienungseinheit war auf deutsche sprache eingestellt. schnell war das quartier in montpellier als die schnellste route eingestellt. bei leichtem nieselregen gings raus der stadt bei 20°.
da es ein hybrid war, war es ungewohnt, dass er ohne motorengeräusche losfuhr.
der weg führte überwiegend über bundesstraßen mit max 100 km/h sowie 2 langen maut-strecken mit max 130km/h.
bis ca 13 h waren noch viele wolken zu sehen.
auf der strecke waren beidseitig viele bergketten, die erst ca 50 km vor montpellier aufhörten.
es gab viele grünflachen sowie abgeerntete felder
sowie vertrocknete maisflächen.
ab ca. 15 h war der himmel wolkenfrei u sonnig.
nach meiner ankunft in montpellier um 1830 h am ibis hotel waren dort noch 29 °.
nach abgabe des wagens bei enterprice u zusammenbau des radesstartet morgen früh endlich die radreise.
ab 0700h gab es im hotel schon frühstück. dies habe ich auch zu der zeit genutzt. die abgabe des fahrzeuges sollte ab 8:00 Uhr möglich sein. ich gab die mitgeteilte adresse zur abgabe ins navi ein. er führte mich jedoch zu einem häuserblock, so dass von dort nicht zu sehen war, wo das Fahrzeug abgestellt werden sollte. ich fragte einen jungen franzosen, der ein wenig englisch sprach. da hier einiges an einbahnstraßen war, stieg er kurz mit ein und brachte mich zum parkhaus. hier befand sich die pkw rückgabe im untergeschoss. gegen 8:30 Uhr gab ich das fahrzeug ab. da eine abgabe des schlüssels nicht möglich war und der mitarbeiter erst anderthalb stunde später erschien, konnte ich erst nach 11:00 Uhr den wagen ordnungsgemäß übergeben.
der weg hinaus aus der stadt gestaltete sich ein bisschen knifflig, da die straßen sehr eng beieinander lagen und das navi verzögert reagierte, musste ich einige male wieder umdrehen, um danach den richtigen weg zu finden.
seit dem morgen gab es blauen himmel und sonne satt, die temperaturen gingen bis zum nachmittag auf die ende 20 anfang 30° über. da es überwiegend am wasser lang ging, kam ein angenehmer wind aufs land - der das ganze erträglich machte. neben zahlreichen weinfeldern waren noch viele bearbeitete landwirtschaftsflächen zu sehen. die pferde auf einer koppel hatten aber nur noch stroh zu fressen. es war kein grüner halm mehr auf dem gelände. in einen ort waren diverse oldtimer ausgestellt. zwischen durch gab es auch mal weiße flamingos zu sehen. eine schmale stahlbrücke konnte ich nur durch abnahme der taschen sowie unter hilfe eines spaziergängers überqueren, da der einstieg zu eng und das rad darüber gehoben werden musste.
die fahrt führte durch sete, eine stadt direkt am wasser, mit zahlreichen kanälen.
diese waren über und über mit motorbooten versehen, die beidseitig der kanäle im wasser lagen. hier waren hunderte, wenn nicht sogar tausende boote, die sich so durch die stadt zogen.
die stadt war mit touristen überfüllt. ich machte hier nach über 50 km eine kurze trinkpause an einer schattigen bar. bis kurz vor agbe gab es auf der strecke immer wieder ferienanlagen, die zum teil eine länge von über 2 km einnahmen und auf der sich immer wieder hunderte von blockhütten befanden. diese waren alle mit touristen gefüllt. in den verschiedenen hafenanlagen befanden sich schiffe aller arten und größen. auf der strecke fiel mir auf, dass nicht nur autos gestapelt werden, sondern dass es auch boote sein können. im agde übernachte ich im hotel l‘ avenue. da es auch ein restaurant hat, aß ich dort einen salatteller.
da es im Hotel erst ab 8:30 Uhr Frühstück gab, frühstückte ich gegenüber in 1 bar am Bahnhof.
Um 8:15 Uhr öffnete die Bar, so dass ich an mein Fahrrad kommen konnte. Nach dem anbringen der Fahrradtaschen startete ich dann um 8:30 Uhr meine tour. das wetter war heute den ganzen tag bewölkt zwischendurch fielen auch ein paar regentropfen. die dunklen regenwolken, die vom wasser kamen, wurden vom wind weggedrückt. der heutige weg führte über große teile an kanälen beziehungsweise direkt am wasser vorbei. ab mittag wurde der gegenwind, der vom wasser kam, stärker und war beim fahren gut zu merken.
ca 50 km vom weg waren schotterwege, die es zum teil sehr schwierig zu fahren waren, da sie zahlreiche vertiefungenund steinharte spurrillen aufwiesen.
das längste teilstück davon waren 18 km. für diese brauchte ich tatsächlich 1 1/4 stunden. der weg wurde auch von zahlreichen fußgängern aber auch fahrradfahrern genutzt. auf diesem weg sah ich kurzfristig eine schlange, die sich schnell über den weg schlengelte und im grünzeug verschwand.
ein foto davon zu machen war zeitlich micht möglich.
neben zahlreichen läufern waren viele spaziergänger u radfahrer auf der strecke unterwegs. das landschaftsbild war wie gestern. der schwerpunkt lag eindeutig beim wein und olivenanbau. auf der strecke waren auch eltern mit kindern, die circa 4-6 Jahre alt waren, schon jeweils einzeln mit e-bike unterwegs. Die besonderheit bei den ebikes hier in frankreich ist, dass diese, auch ohne dass man tritt,nur gasgeben muss und sie verdammt schnell sind. somit ist das verletzungsrisiko, gerade bei den kindern ganz schön groß.
übernachtet habe ich in einem 1 zimmer apartment, einer ferien- anlage am meer. die saison geht hier von april bis september danach wird alles dichtgemacht.
zum frühstück im apartment gab es den rest der gestrigen tortia, johurt, milch u tee. am morgen war es noch stark bewölkt. der start war um 0845h. es klarte zunächst auf und wurde 25° warm. zahlreiche campingplätze säumten den weg nach spanien. in collioure gab es eine große festunganlage. sowohl der ort als auch die anlage wurden von besuchern überrannt. gen spanien waren schon einige höhenmeter zu bewältigen. mit dem e-bike sind sie gut zu schaffen. die tour verläuft auf dem weg euro velo 8.
über die komoot app
gab es immer mal wieder kleine probleme, wenn mehrere straßen beieinander lagen, den richtigen weg gleich zu finden. bei einem hotel war z.b. die route vermeintlich vorbei. auf hinweis von einheimischen konnte man auf der anlage den weg nutzen, um wieder auf die route zu gelangen. gegen 15 h war der grenzübertritt bei portbou nach spanien geschafft. der himmel war zugezogen u es begann leicht zu tröpfeln und hielt bis zu zielort llanca an. dort übernachte ich im hotel beri.
passend zum heutigen start hatte es rechtzeitig aufgehört zu regnen. dadurch lagen die temperaturen bei 22° und leichtem gegenwind. heute führte die tour zunächst durchs inland, da naturschutzgelände nicht befahren werden konnte. die straßenbelege wechselten ständig zwischen asphalt u feld/ schotterwegen. vom regen waren die böden weich bzw gab es noch viele pfützen, denen man nicht immer ausweichen konnte. als ich einen mann beim reinigen einer hauseinfahrt sah, gab auf nachfrage einen schnellen reinigungsstop für mein rad. brachte im endeffekt garnichts wegen neuer feldwege.
am zielort suchte ich eine waschbox auf. waren beide defekt. daher zurück zum vorherigen ort u das rad mit hochdruckreiniger reinigen.
da es sich um lehmreiche anhaftungen an meinem rad handelte, wurden sie mittels hochdruckreiniger wieder beseitigt. dauerte auch lange genug, da das material steinhart war, und es nicht anders wegging. sobald scheinbar der meergeruch wahrzunehmen war, wurden in diesen bereichen wohl eine ferien/ campinganlage nach der anderen hochgezogen. als weitere folge waren dort läden aller art, boutiquen sowie fressbuden, kneipen und diskotheken ohne ende. das beste negativ-beispiel die letzten beiden orte von heute.
neben sonnenblumenfeldern, waren heute überwiegend apfelbauplantagen zu sehen.
bei ein tunnelunterführung hieß es geduckt da durchfahren, da die höhe nur 1.80 m bezrug.
übernachten werde ich heute im hotel hostal del sol, einem alten herrenhaus mit pools. diesen habe ich am abend kurz genutzt, bevor eine gruppe junger urlauber ihn einnahmen.
im ort gab es beim italiener sehr leckere spagetti mit meeresfrüchten. da ich heute schon für barcelona(2tage) vorgebucht habe, ist das morgige ziel klar gesetzt.
im hotel gab es ein gutes frühstücksbuffet. um 8:15 uhr startete meine tour.
laut karte erwartete mich die ersten 35 km gleich eine bergtour. bis kilometer 30 waren schon 650 höhenmeter geschafft. zwischen kilometer 25 und 30 war es eine besonders herausfordernde strecke. die schotterpiste war ziemlich anspruchsvoll mit steigungen von bis zu 10 % und über 3 km ging es auch schotterig bergab. selbst als mein fahrrad zur seite gerutscht ist und ich es wieder aufrichten musste, konnte ich mit der gehhilfe am rad ein stück vorankommen. im fly-modus, mit dem sitz in der untersten position und der bremse loslassen, konnte ich sogar die steilsten anstiege wieder hochfahren. das fahrrad wurde gut gefordert, aber alles hat bestens geklappt. bei kilometer 43 gab es in loret de mar eine pause, wo der tacho 750 hm anzeigte.
hier reihte sich eine wohnanlage an die nächste, und überall waren touristen. heute hatten wir wieder einen strahlend blauen himmel mit ein paar wolken und temperaturen von 25°c um 11:30 uhr. in einer bar habe ich etwas gegessen und getrunken und gleichzeitig den akku geladen.
das anstrengende beim durchqueren der weiteren orte war, dass es ständig straßenwechsel gab und es etwas länger dauerte aus den städten herauszukommen. aber es ist wirklich schön, an der küste entlang zu fahren.
wenn der wind mit konstant 4-5 windstärken als gegenwind kommt, wird die geschwindigkeit auf dauer aber geringer. zwischendurch führte mich die strecke von einem festen feldweg durch eine größere sandfläche, sodass ich schieben musste. laut google maps waren es bis zum hotel barcelona century noch 46 km. laut anzeige am rad sollten noch 50 km möglich sein.
damit war eine neue pause erforderlich, um den akku zu laden und zwar in einer bar in canet de mar. endstand: 31% und 69 km.
9 km vor dem ziel sprang der akku von 22 restlichen km auf 7 km. da gleich dort eine bar war, konnte ich nochmals laden und war um 20:30 uhr im hotel.
nach dem pausenstart um 16 uhr ging es laut route auf feldwegen am meer entlang. der weg verlief neben einem schienennetz, endete jedoch unerwartet vor einem tunnel mit einer seitlichen felssformation. nach murphys gesetz kam noch pech dazu.
beim zurückfahren über große steine sprang eine gepäcktasche aus der führung und ein zusätzlicher spannriemen verhedderte sich mit dem zahnriemen am hinterrad. bis alles wieder fahrbereit war, waren 1,5 stunden vergangen.
danach fuhr ich auf der hauptstraße n2, die etwa 25 km nach barcelona bis zu meinem hotel führte.
das schöne daran war, dass es eine eigene radspur für biker gab.
mein tacho am rad zeigte zum abschluss 128,5 km u koomot 115 km an. wieso der unterschied, keine ahnung.
für heute hatte ich einen tag in barcelona geplant, um die stadt zu erkunden. gestern kaufte ich ein 24-stunden-busticket und auch ein ticket für die sagrada família, das älteste und berühmteste bauwerk barcelonas, das ende des 18. jahrhunderts erbaut wurde.
da ich den besuch kurzfristig geplant habe, war es nur möglich, als gruppe mit einem guide zu buchen. andernfalls hätte man lange anstehen müssen, oder der nächste verfügbare termin wäre ende september gewesen.
gegen 9:00 uhr machte ich mich auf den weg zur busstation, um den bus für die stadtrundfahrt zu nehmen. der tag begann mit strahlendem sonnenschein, aber innerhalb von 15 minuten änderte sich das wetter plötzlich. ein kräftiger starkregen setzte ein und hielt eine weile an. ich beschloss, eine pause in einem gemütlichen café zu machen, bevor ich mich auf den weg zum bus machte. kaum hatten wir die fahrt begonnen, kam der zweite regen des tages. er war so intensiv, dass die straßen bis zur oberkante der bürgersteige etwa 20 cm tief unter wasser standen. in der stadt herrschte ein wenig chaos, was die idee, mit dem hop-on-hop-off-bus andere ziele zu besuchen, zunichte machte. der regen ließ bis etwa 14:00 uhr nach. zu dieser zeit war ich bereits bei der sagrada familia angekommen. dort bildeten sich lange schlangen vor dem eingang, und viele gruppen von menschen standen an den seitengängen. nach einer sicherheitskontrolle, ähnlich der am flughafen, betraten wir gegen 14:30 uhr endlich das beeindruckende gebäude. die architektur, die vielfalt der farben und die höhe sind wirklich faszinierend. hunderte von besuchern waren ebenfalls dort. dieses bauwerk ist eine wahre geldquelle für die stadt. die geführte tour dauerte etwa 1 stunde, danach hatte man zeit zur freien verfügung. gegen 16:00 uhr kam die sonne wieder heraus, und es wurde sofort wärmer. ich nutzte mein busticket weiter und fuhr auf der grünen route durch die stadt bis zu meinem ausgangspunkt vom morgen. von dort aus machte ich mich wieder auf den weg zurück zum hotel. unterwegs legte ich noch einen kleinen zwischenstopp beim chinesen ein, um ein leckeres essen zu genießen. gegen 18:30 uhr war ich wieder im hotel.
dort habe ich die feuchten sachen vom tag aufgehängt, damit sie trocknen können. die restlichen dinge für morgen habe ich so weit wie möglich für die weiterreise vorbereitet.
die morgige tour führt ausschließlich entlang der wunderschönen küste.
nach einem leckeren frühstück verließ ich das hotel um 8:15 uhr. es dauerte etwa eine stunde, um die randbezirke von barcelona zu erreichen, was 15 km entsprach. bei kilometer 32 war ich wieder an der küste, mit dem mittelmeer zu meiner linken. nach 50 km machte ich in sitges eine pause, um in einer bar etwas zu essen und zu trinken. der himmel war wolkenlos, und schon vor 12:00 uhr waren es 27°c. bis zum ziel wechselten sich straßen und schotterwege regelmäßig ab, sowohl in der länge als auch in den höhenunterschieden.
manchmal waren die schotterwege schwer zu erkennen oder sehr eng, und es ging durch einige tiefe schlaglöcher oder andere anspruchsvolle schotterabschnitte.
es ist zwar lobenswert das es in soviele radwege in den städten und der fläche errichtet werden. nachteil dabei, dass bei auf / abfahren derselbigen die höhenunterschiede gute 30/40 cm in steilheit ausmachen. bedeutet, wenn ich die gepäcktaschen nicht mittels band zusätzlich gesichert hätte, zumindest die unteren haken der ortliebtaschen regelmäßig aus der halterung springen würden.
am nachmittag stiegen die temperaturen über 30°c.
an den abschnitten am wasser war zu sehen, dass der wind ziemlich stark war, was das wasser sehr wellig machte. es waren kaum leute am strand oder nur sehr wenige im wasser. hier standen wieder kilometerlange wohnanlagen im strandbereich und dahinter. ich übernachtete im hotel nueva europa, wo es kein frühstück gibt. das hotel und das dazugehörige restaurant werden von einer asiatischen familie geführt. es gab eine asiatische online-speisekarte, und ein roboter lieferte die speisen an den tisch. das essen schmeckte gut.
heute abend hörte ich erstmal auf der tour das zirpen der grillen, trotz geschlossener fenster.
zum frühstück werde ich morgen früh milchreis mit obst essen und den rest der heute gekauften milch trinken.
um 8:15 uhr startete ich die heutige tour. es hatte offenbar noch kurz vorher geregnet, denn die straßen waren noch nass und es waren auf der strecke noch größere pfützen zu sehen. zunächst war es noch angenehm kühl, als jedoch die sonne durchkam, wurde es schon drückend schwül. in tarragona waren im meer einige frachter zu sehen. im hafen lagen mehrere sehenswerte yachten sowie zwei große segelschiffe.
eine alte grabstätte befindet direkt neben der straße.
von salou bis cambrils verlief die strecke unmittelbar am wasser. die orte waren von touristen gut besucht, jedoch waren nur wenige am strand beziehungsweise im wasser. das meer war wieder sehr wellig. auch hier reihte sich über kilometer wohnanlage an wohnanlage.
dementsprechend sind bei den hotels mit pool alle vorhandenen sonnenliegen durch gäste belegt. um 11:30 uhr waren in cambrils schon 27°.
damit den leuten nicht langweilig wird am wasser, gibt es zusätzlich auch eine ferrari adventure world.
landschaftlich fühlte man sich zeitweise an deutschland erinnert, mit den bergen und entsprechendem grünen bewuchs.
in l‘ampolla war am strand überhaupt nichts los.
beim blick auf das meer konnte man im hintergrund noch neue anlagen sehen, die aber nur bei vergrößerung des bildes zu erkennen sind.
auf dem weg zur stadt amposta, fuhr ich 10 km auf einem feldweg entlang, an dem beidseitig gerste angebaut wurde. zur rechten seite verlief die ganze zeit ein kanal, der mit wasser gefüllt war. damit wurden die felder über zuleitungen bewässert.
von amposta gings nach santa barbara, wo ich übernachtete. da es um die ecke einen kleinen supermarkt gab, holte ich mir sachen für ein sandwich u wasser und aß es im hotel.
da es ziemlich warm war, hab ich doch recht unruhig geschlafen. als frühstück gab’s die reste vom sandwich von gestern. danach fuhr ich die 9 km nach aosta zurück. beim dortigen bäckern gab es ein leckeres croissant und 1 cappuccino. um kurz nach neun ging’s von dort auf die tour. zunächst führte sie über die hauptstraßen nach la rapida u weitere orte bis sie bei km 30 wieder an das meer führte. das war um 1030h. die strände waren fast menschen leer. die meisten saßen noch in den bars und cafés und frühstückten. am strand standen noch zwei alte bunkerschächte. die fahrt ging am meer weiter zur mündung des senia flusses. hier gab es eine kurze abfahrt, die direkt ans wasser führen sollte. leute, die dort entlang gingen, sagten man müsste sonst einen großen umweg fahren. man könne es das kurze stück über die kiesel schieben. danach müssten mehrere höhere treppenstufen überwunden werden. man bot mir an das fahrrad mit anzuheben, damit man wieder auf den weg kommt. gesagt getan. nach ende der aktion mit zwei kräftigeren stufenabsetzen, hat letztlich dazu geführt, dass mein rücklicht abgerissen wurde und das eine andere rücklichtlampe fehlt. bin den weg noch mal abgegangen, aber konnte leider keine lampe mehr finden. fazit viel hilft nicht immer viel. zwischen kilometer 65 und 67 ging es rapide steil auf bis zu 12 %. da kam die höchste stufe, fly modus, zum einsatz. das fahrrad hat es gut gemeistert. aber wo es denn so hochgeht, geht’s natürlich auf der anderen seite wieder runter. der serpentinenverlauf war gut zu sehen. stellte sich doch in der praxis völlig anders dar. 2 der schleifen hatten normale straßenbelege. danach kamen 15 km schlechteste schotterpiste, die man sich vorstellen kann mit rauf und runter, gröbsten steinen und vertiefungen in hülle und fülle.
bis zum ende wurde man komplett durchgeschüttelt. als ich endlich in de las fuentes war, gab nach 80 km eine tank/esspause. die akkus mussten geladen beim stand von 44 %. 1 std ladezeit, 69% u 70 km. die letzten 30 km führten sowohl über straßen als auch feldwege nach oropesa del mar, einer touristen-hochburg. neben den vielen gras/ gerstenflächen kamen nach olivenhainen noch limetten plantagen hinzu. übernachtet habe ich im hotel anker, einem 12 stöckigem gebäude.
um 8:00 uhr habe ich mich von der unterkunft verabschiedet. die bars in der nähe waren noch geschlossen, also habe ich mir eine autowaschanlage in 2 km entfernung ausgesucht, um mein fahrrad zu reinigen, das ziemlich verstaubt war. die öffnungszeiten waren ab 8:30 uhr, also habe ich in einer nahegelegenen bar ein croissant und einen cappuccino genossen, während ich gewartet habe.
das abspritzen des fahrrads war kostenlos, und gegen 9:00 uhr begann meine tour aus der stadt. der weg führte schnell entlang des wassers in richtung valencia. schon um 10:30 uhr waren es 29°c bei strahlend blauem himmel mit ein paar wolken. die route wechselte ständig zwischen stadtfahrten und radwegen am meer. die strände waren fast menschenleer, und die meisten leute, die ich sah, waren ältere menschen, die entweder am oder im wasser waren.
von anfang an waren viele leute zu fuß oder mit dem rad auf der eurovelo 8 unterwegs, und das setzte sich fast bis in die stadt castelló de la plana fort, die ich um 11:00 uhr erreichte. nach 52 km machte ich in poblatz martim 1 stunde pause, um mich zu stärken und die geräte aufzuladen. die fahrt ging weiter über almenara und sagunto nach valencia, wo ich um 17:30 uhr nach 111 km ankam.
wie in den letzten tagen verlief die strecke rechtsseitig am gebirge und linksseitig am meer. heute führte der weg entweder auf straßen oder gut ausgebauten radwegen. am nachmittag kam, wie schon in den letzten tagen, frischer wind auf. wie könnte es anders sein, entweder als gegenwind von vorne oder von der seite.
um 20:00 uhr waren es in valencia immer noch 27°c bei bestem wetter.
auf der tour waren heute zu 90% limettenplantagen u zu 10% olivenhaine zu sehen.
da meine brille am wochenende verloren gegangen war, hatte mein freund marcel, der optikermeister, gleich über amazon passenden ersatz bestellt, und diese wurden mir heute nach meiner ankunft im hotel sweet hotel renasa übergeben. es ist erstaunlich, was alles möglich ist, wenn man im internet „zuhause“ ist. vielen dank nochmals dafür!
di, 16.09.25, tag 13, valencia-gandia, 85 km
nach einem ausgiebigen frühstück im hotel hatte ich für 10:15 uhr eine fahrradtour durch valencia gebucht, um die sehenswürdigkeiten zu erkunden. die tour dauerte etwa 2,5 stunden. danach war mein tagesziel gandía, das ungefähr 70 km entfernt liegt.
die stadtführung wurde mit 14 anderen leuten unternommen, und wir sahen einige interessante sehenswürdigkeiten. leider waren einige kirchen nicht geöffnet. wir fuhren durch eine große parkanlage zu einem weiteren beeindruckenden kunstobjekt, dem palau de les arts. gegen mittag hatten wir schon temperaturen von 35°, die sich im laufe des nachmittags auf 38° erhöhten.
abgesehen von den durchfahrten durch die ortschaften war ich die meiste strecke alleine unterwegs. in den größeren städten reihte sich ein hochhaus an das andere. bis zu den bergen gab es auf etwa 60 km hauptsächlich gerstenanbau, begleitet von viel grün. auf dem rest der strecke war überwiegend limettenanbau zu sehen. nach meiner ankunft in gandía gegen 18:00 uhr waren es dort noch 28°. ich wusch einige getragene sachen und hängte sie auf eine wäscheleine auf dem kleinen balkon, da die sonne noch darauf schien. anschließend besorgte ich mir im supermarkt etwas zu essen und zu trinken. da es im hotel eine mikrowelle gab, erwärmte ich mir dort eine tortilla, die sehr lecker war.
um 08.h war ich bereit für die reise und brachte meine sachen zur rezeption. im hinteren bereich, wo mein fahrrad stand, war es dunkel, und ich konnte den lichtschalter nicht finden. also schob ich das rad vor das hotel und befestigte meine gepäcktaschen. nur 50 meter vom hotel entfernt gab es eine cafeteria, wo ich einen kaffee trank, um frisch gestärkt zu starten.
als ich das rad startete, zeigte es einen akkustand von 39 % an. ich fragte den besitzer des cafés, ob ich mein rad dort noch laden könnte, und er erlaubte es mir. mit 59 % akku machte ich mich eine stunde später auf den weg. der ausweg aus der stadt war heute etwas knifflig, da ein zaun den gewünschten weg versperrte. über eine andere strecke und einige versteckte zugangswege gelangte ich schließlich wieder auf den hauptweg. da der akku nach 40 km nur noch 29 % anzeigte, war es zeit zum laden. im bergdorf pedreguer fand ich ein restaurant, um eine pause einzulegen, mich zu stärken und gleichzeitig den akku aufzuladen. laut google maps waren es bis benidorm noch etwa 60 km.
mit 59 % akku ging es weiter. der rest der strecke war sehr windig und führte durch viele ortschaften, die rauf und runtergingen. deshalb musste ich kurz vor benidorm noch einmal die akkus in einer bar laden, da bei einer verbleibenden fahrstrecke von 11 km nur noch strom für 7 km vorhanden war. die fahrt führte mich durch meinen „traumurlaubsort“ benidorm. kurz nach 20:00 uhr erreichte ich das hotel celymar. im hinteren teil des speiseraums konnte ich mein fahrrad platzieren, um es zu laden, was gut funktionierte.
gegen 7:00 uhr war ich bei meinem fahrrad, um alles zu überprüfen. der akku war voll geladen mit 100 % für 139 km – ein gutes gefühl!
der nachbarportier meinte, dass das fahrrad dort nicht stehen bleiben könnte und ich das um 7:45 uhr mit der rezeption klären sollte.
die rezeption war jedoch völlig entspannt, sodass ich in ruhe frühstücken und wie gewohnt das hotel verlassen konnte.
um 8:30 uhr ging es über den hochhausdschungel hinaus zum strand in richtung alicante. in den cafés und bars waren schon viele leute zu sehen, und auch am strand waren einige leute unterwegs.
gegen 9:00 uhr machten sich eine größere gruppe älterer herrschaften mit campingausrüstung und sonnenschirmen auf den weg zum strand.
danach passierte ich einige orte im landesinneren, bevor es wieder mehr in richtung küste ging. nach 45 km war alicante erreicht. dort gönnte ich mir in einer bar ein getränk und machte mich auf den weg zur festung in alicante, die auf einem hügel liegt. um sie zu erreichen, war eine steigung von 10 % zu bewältigen, bei den 35°c eine schweißtreibende angelegenheit.
anschließend ging die fahrt weiter bis nach santa pola. laut komoot waren es 81 km, laut meinem tacho 89 km. hier buchte ich kurzfristig eine unterkunft, weil ich lust hatte, noch eine runde im meer zu baden. bei 25 ° eine angenehme sache. die unterkunft war keine 100 meter vom strand entfernt. was zu essen holte ich mir aus dem supermarkt direkt nebenan.
ich verließ die unterkunft um 8:15 uhr. auf dem weg aus santa pola gab es beeindruckende salzberge und salzseen, wo salz professionell abgebaut wird.
die ersten 20 km führten über straßen, feldwege und einige sehr anspruchsvolle strauchwege zur stadt guardamar del segura. ab 9:32 uhr erwartete mich eine unterhaltsame geländetour über 1 km, die über feinen und groben kieswegen mit abwechslungsreichen auf- und abfahrten verlief. mit den bergen vor mir ging es in richtung torrevieja. die meisten städte lagen rechts von der route, während auf der linken seite limetten- oder weinanbauflächen und dahinter das meer zu sehen waren. schon einige kilometer vor torrevieja gab es gut ausgebaute fahrradwege, die durch die stadt und darüber hinaus führten.
hier machte ich nach 40 km meine erste pause. ich genoß einen kaffee collette und die erste frische tortilla, alles für 4,50€.
um 11:00 uhr waren es „erst“ 27°, was sich beim radfahren angenehm anfühlte. der rest des weges führte über bundes- und normale straßen. in den städten war es etwas mühsam, da viele kreisverkehre zu bewältigen waren. die fahrradwege führen oft außen herum, so dass man ständig in kurven hin und her fahren muss. zwischendurch passierte ich ein riesiges militärgelände mit einem fliegerhorst, von dem hubschrauber und flugzeuge starteten. da die temperaturen ab etwa 14 uhr wieder über 35° stiegen, beendete ich meine tour nach über 85 km ltkomoot in autovía de la manga im hotel campomar. cartagena ist noch 10 km entfernt.
um 8:15 uhr verließ ich nach einem kaffee das hotel, um nach cartagena zu fahren. dort gab es verschiedene sehenswürdigkeiten zu entdecken. am anfang sah es nach regen aus, aber die wolken zogen auf. nach 15 km erreichte ich einen treffpunkt in der stadt und suchte einen platz für mein fahrrad. die straßen im stadtzentrum waren mit marmorähnlichen steinplatten gepflastert. als ich in eine straße abbog, rutschte mir mein radplötzlich unter dem hintern weg und fiel auf den boden. jemand hatte dort gewischt oder wasser ausgeschüttet, was man nicht sehen konnte. es war wie auf glatteis. selbst mit schuhen rutschte man gut hin und her. nachdem ich das fahrrad wieder aufgerichtet hatte, stellte ich mit entsetzen fest, dass der schalthebel abgebrochen war. mit kabelbinder ließ er sich nicht befestigen.
da ich sekundenkleber in meiner ausrüstung hatte, probierte ich es aus und war überrascht, dass es klebte und hielt. auf der weiteren fahrt gab es keine probleme mit der schaltung. nach meiner besichtigungstour machte ich gegen 13:00 uhr eine pause und trank etwas. als ziel hatte ich mir heute mazarrón in etwa 50 km entfernung ausgesucht. die temperaturen lagen schon gut über 30°. ich verließ die stadt und gelangte in ein gelände, das an den wilden westen erinnerte, mit vielen hügeln und einer kargen landschaft. die bäume wirkten bedrückt, aber die umgebung hatte charme. in einem kleinen ort passierte ich eine alte brücke und setzte meine reise auf landstraßen fort. die szenerie erinnerte mich an westernfilme wie “tal des todes”. die strecke war ruhig, und ich sah niemanden, weder in den dörfern noch unterwegs. auf 40 kilometern begegnete ich nur drei autos.
etwa 15 kilometer vor der stadt gab es einen hinweis auf eine 8 kilometer lange, kurvenreiche strecke, die größtenteils abwärts führte.
das stimmte, aber starker gegenwind begrenzte die geschwindigkeit auf unter 40 km/h. ohne den wind wären höhere geschwindigkeiten möglich gewesen. am ortseingang stoppte ich an der tankstelle, um den staub vom rad zu spülen.
gegen 17:00 uhr kam ich in meiner unterkunft playa sol-30°, einem drei-sterne-haus, an. ich hatte es wegen des pools ausgesucht hatte. leider zu früh gefreut. ich fragte nach dem weg zum pool und erfuhr, dass dieser ab mitte september geschlossen sei, obwohl er noch gefüllt ist. booking und andere portale gaben keinen hinweis darauf. mein erdgeschosszimmer ist groß genug, um das rad zu laden. abends wollte ich fisch essen, aber mehrere restaurants hatten keine frischgerichte. ich aß stattdessen eine leckere thunfisch pizza. die kosten für pizza, alkoholfreies bier und kaffee betrugen insgesamt 17,50 €.
für morgen ist die fahrt nach garrucha, etwa 80 km entfernt, mit bis zu 1600 hm, geplant.
um 8:15 uhr verließ ich das hotel und machte mich auf den weg. im ort genoss ich einen kaffee in einer bar. danach ging es linksseitig am meer entlang. schon bald ging es bei den hügeln kräftig auf und ab. aufgrund der bodenbeschaffenheit und des streckenverlaufs legte ich in der ersten stunde 12 km zurück. der sonntagmorgen war bereits von vielen menschen genutzt worden, um zu wandern, rad zu fahren oder zu laufen. man war die ganze zeit von bergen umgeben.
nach 26 km hatte ich schon 500 hm geschafft. entlang der strecke gab es verschiedene flächen mit gewächshäusern, entweder in traditioneller bauweise, zeltartig oder in moderner aluminium-leichtbauweise, die wesentlich höher und rund gebaut waren. von dort stammt bestimmt nur das „beste bio-gemüse“.
es ging weiter nah am meer entlang. ab 30 km sah man überwiegend nur noch bearbeitete ackerflächen. vor und rechts neben mir erstreckten sich endlose bergketten. um 11:15 uhr erreichte ich den ort agulias nach 45 km und 580 höhenmetern. in einer bar mit meerblick machte ich eine pause und konnte auch meinen akku laden. er hatte zwar noch 60 %, aber es ist immer gut, reserven für unerwartet längere strecken zu haben.
kurz nachdem ich die fahrt wieder aufgenommen hatte, ging es weiter entlang der küste. die nächsten orte, die folgten, hatten rechtsseitig ihre „charmanten“ bettenburgen und links das erfrischende wasser. die temperaturen lagen bei 33°, und es wehte ein konstanter, kräftiger gegenwind vom meer her. das war zwar angenehm, aber es verlangsamte auch die geschwindigkeit. von km 60 bis 70 kilometern gab es eine weitetere bergkette auf der rechten seite, während sich links immer wieder ferienorte aneinanderreihten. über verschiedene landstraßen führte mich die reise über garrucha zu meinem zielort mojacar. dort hatte ich über booking ein b&b gebucht, das mir gut gefiel und sogar einen pool hatte. allerdings war es vor ort etwas knifflig, es zu finden, denn, es lag wie später festgestellt, in den bergen.
mein gps spielte verrückt und verlor den Überblick über die straßenverläufe. außerdem zeigte mein tacho an, dass der akku neu gestartet werden musste, obwohl er noch über 60 % hatte. ich nahm beide akkus heraus, reinigte die kontakte, und schon war das problem behoben. das rad lief wieder wie gewohnt zuverlässig. zufällig traf ich einen engländer, der hier über den sommer wohnt, und fragte ihn um hilfe. nach kurzer zeit kam er heraus und bot an, mein rad in seinen großen chrysler zu laden, um mich dorthin zu fahren. auch er brauchte etwa 20 minuten, bis wir das quartier gefunden hatten. ich bedankte mich herzlich bei marc, der nichts für die hilfe annehmen wollte.
da die sonne wieder herauskam, wusch ich meine sachen und hängte sie draußen auf einen wäscheständer, damit sie in der sonne und im wind schnell trocknen konnten. es gab hier nichts zu essen, aber ich hatte noch milchreis, obst, müsliriegel und studentenfutter, sodass ich für den abend gut versorgt war. da das frühstück erst ab 9:00 uhr serviert wird, werde ich sicher vorher schon unterwegs sein und im ort frühstücken.
ich startete meinen tag um 8:00 uhr von meiner unterkunft und machte mich auf den weg nach torre, dem nächsten ort. dort genoss ich ein leckeres frühstück in einer bar. für einen kakao, einen kaffee und eine tostada mit tomate und omelette zahlte ich 7 €. von torre aus führte eine hauptstraße nach mojacar, wo ich das meer erreichte. von dort aus bog ich rechts ab, um die eigentliche tour zu beginnen.
in dem nächsten ort machte ich einen kurzen stop, um mich einzucremen, da der himmel fast wolkenlos war und die sonne schon kräftig schien. der wind war wie immer ein starker gegenwind, aber das war in ordnung. die strände waren noch völlig leer, und wie an den tagen zuvor sah ich hauptsächlich ältere menschen auf den straßen oder am strand.
nachdem ich einen weiteren ort durchquert hatte, bog ich links ab und fuhr 11 km durch die berge, beginnend mit 192 höhenmetern. in carbonero hatte ich nach 30 km 428hm geschafft. im dortigen sparmarkt kaufte ich mir milchreis und obst.
die fahrt durch die berge setzte sich für die nächsten kilometer fort. der nächste anstieg mit 10 km begann bei 450 hm und endete bei 550 hm. die landschaft war geprägt von steppen mit sträuchern und trockenem gras, sowie felsen und feldsteinen.
in agu amarga machte ich nach 41 km in einer bar eine pause, um etwas zu trinken und meinen akku aufzuladen.
was danach in der landschaft so weiß aussah, war kein schnee, sondern kilometerweit verstreute gewächshäuser, soweit das auge reichte.
zwischen kilometer 68 und 70 gab es eine 10%ige steigung, die das rad mühelos und flott bewältigte. danach ging es natürlich auch mit den 10% wieder hinunter, was für eine flotte fahrt sorgte.
bei kilometer 74, direkt am meer, stand eine kleine, alte festung, die leider verschlossen war. links davon gab es faszinierende felsenformationen, an denen sich die wellen kräftig brachen. obwohl dort auch ein hotel war, war alles geschlossen.
die fahrt ging weiter nach san josé, wo ich in einer bar einen tee trank und nach einem passenden quartier suchte.
der nächste ort war 12 km entfernt. da es vor ort gleich zwei hotels mit pool gab, entschied ich mich, kurzfristig hier zu übernachten.
mein tacho zeigte mir zudem schon 92 km und 1130 höhenmeter an.
bei temperaturen um 35° war es eine erfrischende abwechslung, den pool zu nutzen.
nur 200 meter entfernt gab es ein indisches restaurant, in dem ich zu abend aß. ich hatte fisch mit gebratenem gemüsereis, das sehr lecker schmeckte.
für morgen geht laut karte die bergetappe weiter bis vor almería, 45 km entfernt, auf dem programm.
schon vor 8:00 uhr begann meine fahrt nach almeria. bei der durchfahrt von san josé war nicht eine person zu sehen. kurz hinter dem ort ging’s über schotterwege in richtung bergkette und naturschutzgebiet.
bei den vermeintlich „guten“ asphaltierten straßen stellte sich heraus, dass sie unzählige schlaglöcher und einen feinen losen rollsplit auf dem belag hatten. daher war vorsichtige fahrweise angesagt, um nicht zu stürzen. nach circa 13 km waren die berge bewältigt und 350 höhenmeter abgearbeitet. danach ging es auf schotterpiste circa 20 km weiter, bis diese plötzlich nahtlos in komplette sandfläche überging und nicht mehr befahrbar war.
da in der nähe 1 bar geöffnet war, trank ich dort einen kaffee und suchte mir die landstraße nach almeria raus. unterwegs erreichte ich die 10000 km mit dem rad.
unterwegs waren auch wieder die „weißen schneeflächen“ zu sehen.
doch dieses mal waren es in mehrzahl salzseen mit diversen salzhügeln und in geringerer anzahl die modernen gewächshäuser.
gegen mittag erreichte nach 60 km almeria und nahm an einer gebuchten stadtführung teil. anschließend besuchte ich die kathedrale und machte noch bilder von der alcazaba festung. in der nähe befand sich ein cafe mit vielfältiger kuchen / teilchen auswahl, wo ich den kaffee und teilchen in ruhe genoss.
da mein rad auf der heutigen fahrt im bereich vorbau / federgabel knackgeräusche von sich gab, suchte ich in der stadt ein radgeschäft auf, wo mir zuvorkommend und professionell geholfen wurde.
ich durfte für ihre tätigkeit nichts bezahlen, auch nicht für die kaffeekasse. ich buchte mir das moon dream hotel in roquetas de mar und fuhr die 25 km über landstr. dorthin. zielankunft gegen 18:00 uhr.
auf der fahrt dorthin kamen dunkle regenwolken von den bergen auf, es blieb jedoch trocken. der wind drückte die wolken weg.
die geräusche beim rad waren nicht mehr zu hören.
da ich am abend noch keinen großen hunger hatte, aß ich mein restliches obst.
vom aldi laden in der nähe holte ich frisches obst und wasser für morgen.
nach gutem frühstück und vielseitiger auswahl ging’s um 9:00 uhr auf die tour. der zugang zur route euro velo 8 war schnell gefunden. gleich auf den 1. kilometern sind soweit das auge reicht, kilometerweite gewächshäuser in bekannter bauweise in den bergtälern zu sehen. da es gestern nacht ca 2 std ununterbrochen stark geregnet hat, sind teilweise noch pfützen auf den straßen. da der kaffee im hotel ungenießbar war, gab es im nächsten ort in einer bar einen frischen kaffee.nach 32 km wurde der ort balangera durchfahren.
hier war das meer auf der linken seite wieder zu sehen. bis zu diesem ort, 30 km, waren beidseitig des streckenverlaufs nur gewächshäuser zu sehen. nach der ortschaft waren sogar die gewächshäuser zur seeseite hin komplett verbaut über kilometer. nach 45 km machte ich in adra eine pause. lud die akkus direkt am fahrrad, damit beide geladen werden konnten. obwohl noch 80 % ladekapazität da waren, schaltete sich der große akku immer mal wieder aus. dies war an der kilometer anzeige zu sehen, die zuvor über 100 km reichweite anzeigte und danach noch 50 km. ab km 50-75 verlief die route wieder nah am meer. in la mamola (75 km) machte dich direkt am wasser, eine trinkpause. bis zum ort motril sollten es noch 30 kilometer der küste entlang sein. hier am ort kam mir ein älteres ehepaar ebenfalls mit ebikes und reisegepäck erstmals auf der tour entgegen. ansonsten war ich als radfahrer die ganze zeit heute allein auf der straße unterwegs. von kilometer 75-90 gingen die höhenmeter von 450 auf 780.
da ich noch genug akku hatte, wurde mein neuer zielort salobrena, den ich gegen 18 h nach 114 km u 1020 hm erreichte.
da der himmel sich am nachmittag bewölkte, kam die sonne nicht mehr so stark durch. daher war es angenehm zu fahren, obwohl mittelstarker wind vom meer kam. die temperaturen lagen bei 30°. im ort übernachte ich im hotel salobrena suites. das haus ist direkt am meer platziert, außerhalb des ortes. das hotel ist stark mit englischen gruppen ab 70 jahren aufwärts belegt. offensichtlich war/ist dieses teilstück das hauptanbaugebiet unter gewächshäusern in spanien. nirgendswo wurde der platz für den anbau so massiv genutzt.
da im hotel ein abendessen in buffetform angeboten wurde, aß ich hier.
für morgen ist die fahrt nach malaga, über ca 90 km, geplant.
gegen 8:30 uhr verließ ich das hotel. zuvor hatte ich die pedalen gelöst und neu gefettet. nach 7 km fuhr ich durch den ort playa belija. hier gab’s einen cola cao und ein croissant. das war so groß wie ein ganz normaler essteller, aber vom geschmack her anders als bei uns, aber gut. die fahrt nach malaga führt die ganze zeit an der küste vorbei. das meer liegt linker hand von mir. das wetter war sonnig mit wenigen wolken. die nächsten 7 km ging es über zwei orte komplett einmal runter und dann wieder sehr steil rauf, um an die hauptstraße in richtung malaga zu kommenä. da waren steigungen von bis zu 12 % dabei. der motor schaltete zeitweise auf stufe drei, damit man weiter gut vorankam. bei km 37 war der ort nerja erreicht. bei der ausfahrt mit 39 km waren 500 hm geschafft. hier sind die häuser in den berg rein gebaut. alle bergkuppen sind gut bebaut und man hat natürlich einen schönen blick aufs meer. zum mittag machte ich hier einen boxenstop, um was zu essen und zu trinken. die strände auf dem weg nach malaga waren so gut wie leer. einige wenige saßen unter ihren sonnenschirmen. im wasser war niemand. die temperatur lag bei 30 °. sowohl heute als auch in den letzten zwei wochen waren auf dem meer einige frachtschiffe zu sehen aber nur sehr wenige segelboote. die restliche fahrt nach malaga fühlte sich vermeintlich flach an, das über gute straßen ging. am ziel, gegen 1530 h, waren es aber 620 hm. bei der fahrt durch malaga sah ich, dass die kathedrale auf der linken seite war.
aus diesem grunde bog ich kurz ab, um der kirche noch ein besuch abzustatten. wie auch die meisten anderen kathedralen ist es schon ein beeindruckendes bauwerk. es waren auch zahlreiche besucher in der kirche. gebucht habe ich die albergue inturjoven für 108 €. das war nach booking noch das preiswerteste. hier gab es auch waschmaschine u trockner, so dass ich beides für meine sachen nutzte. aus einem dia supermark holte ich mir was zu trinken. eigentlich gibt es in der albergue abends dinner, klar, nur leider heute nicht. keine 200 m gab es eine kleine pizzeria. für mich gab es eine leckere tunfisch-pizza und 1 radler für 11 €.
gegenüber der herberge steht in auffallend gelber farbe eine weitere kirche, die durch ihre schlichtheit besticht.
die unterschiedlichen km ergeben sich dadurch, dass die quartiersuche über google maps erfolgte
um 8:45 uhr verließ ich die jugendherberge. der routenplaner brachte mich schnell auf den weg. schon nach ca. 2 km begann ein fahrradweg, der einen durch die stadt führte. bei kilometer 9 wurde man schon in das randgebiet der stadt geleitet und ab kilometer 13 war man direkt am wasser in richtung marbella. das wetter war sonnig und leicht bewölkt bei angenehmen 24°.
die skyline, die ich früh fotografierte, durfte ich später komplett durchfahren. das waren ca. 10 km. danach ging es wieder ins landesinnere, bei 40 km und 100 hm.
nach 53 km und 256 hm machte ich in calahonda eine pause.
es war ein auf und ab durch die ferienorte.
auf der strecke nach marbella musste man gefühlt durch jede ortschaft und die einzelnen straßen der wohlhabenden orte fahren, um sie auch ja mitzubekommen und die ganzen golfplätze zu bewundern. dazu kam, dass ich unzählige verteilerkreise zu durchfahren hatte. die letzten 13 km liefen überwiegend parallel zum strand. hier waren viele leute auf der promenade wie auch in den letzten tagen. wenige lagen in der sonne und noch weniger waren im wasser. die meisten touristen lagen noch in der sonne bei den hotelanlagen oder waren in den beiliegenden restaurants, die alle gut besucht waren.
ich war froh, dass ich nach 94 km mein quartier, das hotel dona catalina in san pedro de alcantara erreichte. dort kaufte ich mir im supermarkt noch was zu trinken. da direkt neben dem hotel ein friseur war und meine haare schon gut gewachsen waren, ließ ich mir noch die haare schneiden.
ab 20 h hatten die restaurants offen. im la ruta ass ich leckere calamaris.
die morgige tour führt nach gibralta mit ca 70 km. da es dort einiges zu sehen gibt, werde ich entweder dort oder in einem der nächsten orte dahinter übernachten.
da eine bäckerei schon um 7:30 uhr geöffnet hatte, frühstückte ich dort. ein kaffee und zwei croissants kosteten nur 3,50 €. um 8:00 uhr startete ich meine tour. die route war schnell gefunden. zunächst ging es an mehreren golfplätzen und großen golfanlagen vorbei. second hand golfbälle wurden an der straße zum kauf angeboten.
mit der normalen fahrt auf straßen war es schnell vorbei. es ging in heftiges gelände über, so dass ich für 20 km 1 1/2 std brauchte. die steigerungen waren zeitweise so stark, dass der motor bis auf stufe zwei zurückschaltete. die wegabzweigungen waren z.t. sehr versteckt oder nicht sofort zu entdecken, da man über kurze hügel fahren musste, um dann auf einen weg zu kommen. danach ging es über viele touristengebiete rauf und runter. die häuser und anlagen sind oftmals in moderner bauweise errichtet worden. in vorhandenen baulücken werden immer noch neue häuser gebaut.
in estepona trank ich was. es war eine spanische bar.
es waren alle plätze mit engländern besetzt. es ging weiter kreuz und quer durch die ortschaften. hier sind überwiegend häuser im bungalowstil beziehungsweise am strand natürlich hochhäuser gebaut. nach 50 km waren 440 hm geschafft. nachdem es auf normalen straßen zunächst weiterging führte mich der weg in einen verteilerkreis. dort sollte nach rechts ein weg abgehen, den ich zunächst nicht fand.
nur durch abfahren des verteilerkreises entdeckte ich, dass hinter einem provisorischen gatter ein schotterweg war, der parallel zur autobahn als route verlief. danach folgten wieder normale straßen. über einen trampelpfad kam man zum ort la linea de la concepion. dort trank u aß ich was in einer bar. von dort ging fahrt ca 5 km weiter nach gibralta. da der grenzübertritt auch teil des rollfeldes vom flughafen war/ist, wurde kurzfristig alles geschlossen. ein flugzeug landete. in gibraltar suchte ich zunächst den leuchtturm als äußersten punkt auf. in der nähe befindet sich eine große kanone, schuss-richtung aufs meer. schaut man über das meer, kann man afrika sehen. bei den fahrten durch die stadt waren schon gute steigungen zu überwinden. ich fuhr mit dem rad bis zum gipfel und musste kurz vorher ein ticket von 34€ dafür buchen. laut infotafel sind es 1800 m bis zum gipfel und 246 höhenmeter, die zu bewältigen waren. auf dem gipfel befindet sich eine alte kanone. unterhalb der spitze gibt es noch einen unterstand im berg, den man besichtigen kann. in linken raum wird was zur geschichte gesagt. der gang nach rechts in den berg zeigt, was an maschinen oder material von den soldaten früher dort genutzt wurde. an einer station waren heute tatsächlich nur zwei affen zu sehen. der eine wurde von frauen gefüttert und sie ließen sich dann mit ihm fotografieren. der andere saß gelangweilt in der nähe und tat nichts. im anschluss ging es wieder zurück nach la linea de la concepion. hier trank ich noch was in einem café. dabei suchte ich nach einer unterkunft für die nacht. es blieb bei einer buchung vor ort. die überprüfung von anderen hotels in der umgebung hatte ergeben, dass diese mindestens 25-30 km entfernt waren. bei über 100 gefahrenen kilometern heute, hatte ich dazu keine lust mehr. letztlich buchte ich das ac hotel la linea by marriot, da weitere hotels vor ort schon ausgebucht waren.
da es am morgen noch regnete, verließ ich das hotel gegen 8:45 uhr. da war es gerade wieder trocken. schnell führte der weg aus der stadt. es ging nach rechts richtung hafen und von da aus raus richtung algeciras.
nach einer viertelstunde fand ich 1 bar, wo ich noch einen kakao trank, bevor es weiter ging. nach 3 km kam eine kleine brücke, die nur für autos war. daneben war ein weg für fußgänger und radfahrer. hier gab es einen metallrahmen als durchgang. das fahrrad musste geschoben werden. da der durchgang so eng war, kam ich gegen das geländer. dabei brach leider wieder die schaltung weg.
doch auch diesmal hat es mit sekundenkleber geklappt.
der weg führte durch naturschutzgebiet. hier waren diverse solaranlagen installiert. als es von kilometer 13-17 durch dieses gelände ging, standen dort diverse windkrafträder. die machten soviel lärm, dass man meinte, es wäre ein flugzeug, was gerade im startvorgang ist.
nach 24 km ging es links weg in Richtung algeciras. die schlechte nachricht dabei, dass die dunklen wolken in meine Richtung kamen. es begann leicht zu regnen. regensachen raus u weiter gings. dabei musste ich leider feststellen, dass ich statt die regenhose auszupacken, offensichtlich das falsche kleidungsstück mitgenommen hatte. es war eine goretexjacke und nicht die regenhose. da die regenwolken über algeciras hingen und es dort kräftiger regnete, nutzte ich ab los barrios, die landstraße, die nach tarifa führen sollte. als es unterwegs wieder kräftiger anfing zu regnen, machte ich an zwei bars jeweils eine trinkpause.
von dort buchte ich auch das heutige quartier, la codorniz, welches ca 5 km hinter tarifa an der landstraße liegt.
der wind war zwischenzeitlich so stark, dass die fahrt auch bei gutem gefälle nicht über 32 km/h kam. erst nach der buchung stellte ich bei sichtung meines fahrrades fest, dass am hinterrad eine speiche fehlte. somit ist für morgen der besuch eines fahrradladens in tarifa pflicht. ich hoffe, dass mir dort geholfen werden kann, indem eine neue speiche eingesetzt wird. zur öffnungszeit ab 10:00 uhr werde ich dort sein. die heutige unterkunft hat ein restaurant, in dem ich ein leckeres fischgericht und salat gegessen habe.
der nachtisch, milchreis mit zimt, wurde kostenlos vom haus spendiert.
gefahrene km bis heute 2195.
im regen verließ ich heute morgen das hotel, um nach tarifa zum fahrradladen zu fahren. der monteur gab an, bis zu 2std zeit zu brauchen. 3 fahrradhändler im ort hatten keine fahrradregenhosen zum verkauf. ein großer china laden hatte zwar regensachen, doch selbst 3 xl war zu klein.
in einem café trank ich noch was, bevor ich gegen 13 h wieder zum fahrradladen ging. das rad war aber noch nicht fertig. gegen 13:30 uhr war es soweit klar. dann sagte er mir, dass die hinteren bremsbelege runter wären und gewechselt werden müssten.
ich gab ihm die passenden bremsbeläge, die er wechselte. kurz nach startbeginn machte das rad bei tretbewegungen geräusche. die konnte ich nicht zuordnen.
daher hielt ich auf dem parkplatz des hotels der letzten nacht nochmals an und baute das hintere rad nochmals aus und wieder ein. nach erneutem start waren keine geräusche mehr zu hören. der ruhige fahrlauf auf der straße bei wieder sonnigem wetter mit vielen wolken und 25°sollte sich bald ändern.
von kilometer 20-30 wurden auf der strecke über 310 (410)hm erreicht. es ging durch naturlandschaft mit vielen waldstücken.
am leuchtfeuer torre del cabo de gracia o faro de camarinal machte ich einige fotos und stärkte mich noch mit obst. dann folgte die fahrt runter zur küste. am ende des weges gab es ein verschlossenes tor, rechts daneben ein verwinkelter durchgang, nicht breiter als 60 cm. nur dadurch, dass ein mountainbike fahrer mir half, konnten wir das fahrrad an der seite vorbeischieben, um es wieder auf die straße zu bringen. alleine hätte ich alles abbauen müssen.
auf dem nächsten kilometern waren moderne bungalows in den hang gebaut, mit dem blick auf die bucht.
von zahara bis babarte waren es 10 km.
hier verlief ein fahrradweg parallel zwischen dem meer und der straße, durch ein naturschutzgebiet. es wechselten sich wälder und felder ab.
bis conil de la frontera waren es noch 25 km, bei gleichem landschaftsbild mit viel auf und ab.
das hotel oasis befand sich gleich zu anfang in einer nebenstraße im ort.
gleich daneben die hauptfußgängerzone, in der viele leute unterwegs waren. nach 20:00 uhr kam ich im hotel an. in benachbarten supermarkt kaufte ich noch was ein und aß im hotel noch joghurt und obst.
um 8:45 uhr verließ ich das hotel. im ort war keine einzige bar auf. somit ging’s gleich ohne kaffee oder kakao weiter. von einem strandanschnitt ging es schnell in eine waldlandschaft über. es schlossen sich diverse orte an, an denen neben der waldstücke auch mehrere golfplätze gelegen waren.
nach 23 km und 165 hm machte ich in chiclana de la frontera in 1 bar, eine pause zum essen u trinken. nach verlassen der orte musste ich von der vor gewählten route abweichen und dem euro velo 8 folgen, um nach cadiz zu kommen. vom landschaftsbild her war es so, dass sich bearbeitete felder, mit vertrockneten wald/ strauchstücken abwechselten. vor san fernando fuhr man durch ein großes moorgebiet.
ca. 15 km vor sanlucar de barrameda gab es unzählige baumwollfelder.
in cadiz fuhr ich zum decathlon in der innenstadt. die hatten aber weder eine regenhose noch fahrradhandschuhe. die sachen sollte es im zweiten decathlon laden außerhalb der stadt geben.
da die kathedrale keine 200 m davon entfernt war, besuchte ich sie.
dies ist auch schon ein mächtiges gebäude. hier fällt aber die schlichtheit in der innenausstattung auf.
cadiz war über mittag voll mit touristen, die sich durch die straßen drängten. daher fuhr ich gleich weiter zum hafen, um mit einer fähre auf die andere seite der stadt überzusetzen. nach 40 minuten war man dort.
der decathlon laden war 1,5 km entfernt und ich fand da eine regenhose. die ist zwar so groß, aber es war die einzige, die zu bekommen war. die handschuhe fielen alle so klein aus, dass sie nicht passten.
hier suchte ich mir den ort und das quartier für die nacht aus und fuhr die abschließend die 30 km über die landstraße dorthin. im hotel stellte ich fest, das an einer packtasche an der unteren halterung fürs fahrrad eine schraube verloren gegangen war. die galt es jetzt sie neu zu beschaffen.
von der rezeption erhielt ich die adresse eines hartwarenladens. ich machte mich auf dem weg, da es schon nach 19:00 uhr war. dabei kam ich beim biker shop vorbei. hier fragte ich nach der schraube. der mechaniker nahm die schraube mit, suchte in in einer box mehrere minuten und kam mit der passenden schraube zurück, die er mir als geschenk gab.
nach dem reparieren kaufte ich noch obst und wasser und aß in einem restaurant garnelen tortilla, die in flacher form in der pfanne gebraten werden. schmeckten sehr lecker.
für morgen ist die stadt huelva mit ca 90 km das ziel. daher buchte ich dort gleich ein zimmer.
heutiges hotel ist das los helechos.
nach einem längeren telefonat aus deutschland ging die tour erst gegen 9:30 uhr los.
im café hatte ich zuvor noch was gegessen und getrunken. nervig war am heutigen morgen gleich das ständig meine komoot app auf einer strecke von 4 km bestimmt 20 mal ausfiel und wieder neu gestartet werden musste. ich fuhr im bereich der strände lang. hier lag neben einem anleger eine fähre, die mich auf die andere seite bringen sollte. maximale dauer für die querung 10 minuten. dafür durfte auch der stolze preis von 10 euro bezahlt werden. das wetter war sonnig. der himmel wolkenlos, temperaturen von anfang 20° und windstill. angenehme bedingungen für eine lange tour. war ich der hoffnung, dass der sandweg zum wald nur von kurzer dauer wäre und danach als normaler weg weiterlaufen würde, war das der trugschluss des tages. es war feinster sandstrand, der sich offensichtlich über kilometer durch das waldgelände ziehen sollte. unmöglich mit dem fahrrad auch nur 1 meter zu fahren. der untergrund war so weich, dass das rad selbst beim schieben ständig wegrutschte. das schieben war mit großen anstrengungen verbunden. daher zurück zum strand u auf die fähre warten. die fähre kam erst nach 40 min wieder. ich war der einzigste passagier, halt eine bedarfs-fähre. meine rückfahrt war kostenfrei. ich suchte eine bar auf, um in ruhe zu schauen, welche alternativrouten es gab. es war jetzt nur möglich, in einem großen bogen nach huelva zu kommen.
gegen 14:00 uhr bin ich auf dem normalen radweg gestartet. zunächst haute komoot meine touren, die ich angepasst hatte, jeweils raus. so erstellte ich eine neue tour, um dann tatsächlich den weg finden zu können. schon wieder war die nächste viertelstunde verstrichen, ohne dass man ein paar kilometer gefahren ist. bei temperaturen von über 30° ging es auf den weg. nach normaler straße kam ab kilometer 21, 5 km schotterpiste, die sehr hell war. durch die direkte sonneneinstrahlung war es fast nicht möglich, die schlaglöcher rechtzeitig zu erkennen, sondern erst im letzten augenblick. es ging über 70 km über buckel-ruckelpisten mit unterschiedlicher farbgebung, wo man ständig durchgerüttelt wurde.
ca 10 km vor coria del rio gab es wieder normale straßen. die gegend mit seinem flusslauf und kanälen ist ein riesiges getreideanbaugebiet. felder soweit das auge reicht.
mit einer flussquerung per fähre für 1.50 € erreichte coria del rio. von dort fuhr ins gebuchte hotel gran avenida, welches ich um 20.30 erreichte. nach kurzen einkauf gab noch ein fischgericht in einer bar.
nach dem duschen stellte ich fest, dass die mücken am morgen bei dem wald ganze arbeit geleistet hatten.vor allem beide schultern, oberarme u beine sind übersät mit mückenstichen. selbst durch die radhose am hintern haben sie ihr ziel gefunden.
marcel war auf bitten so freundlich und hat mir auf komoot ein „schnelle „ route nach huelva zusammengestellt, die ca. 100 km lang sein wird.
um 8:15 uhr verließ ich das hotel. 200 m weiter war eine cafeteria, wo ich mir cola cau u 1 tostada mit schinken bestellte.
nach dem frühstück war das ortesende nach 3 km erreicht. hier war noch eine tankstelle mit waschstraße. das nutzte ich, um das total verstaubte rad und die gepäcktaschen einmal abzuspülen.
da marcel mir freundlicherweise eine komoot tour nach huelva zusammengestellt hatte, ging es über landstraßen zum zielort.
bei sonnenschein und wolkenlosen himmel, mit angenehmen temperaturen, ließ es sich gut vorankommen.
bis zum kilometer 50 war die landschaft geprägt von olivenhainen, abgearbeiteten feldern und waldflächen. bis kilometer 70 waren es dann überwiegend olivenhaine und dazwischen weinrebenanbau.
bei den letzten 30 km waren wieder große brachflächen oder gewächshäuser, bei denen am boden in schwarzer folie gezogene linien zu sehen waren. nach 40 und 80 km machte jeweils eine kurze trinkpause.
über google maps, ließ ich mir die route ca 10 km vor ende, für das heutige hostel albergue inturjoven huelva, anzeigen und führen. es gab mir nur die pkw, nicht die radroute.
ca. 5 km vor der stadt führte mich der weg wohl über eine autobahn ähnliche strecke, wo auch 120 km erlaubt waren. ein verbotsschild zum befahren mit dem rad war nicht bei der zufahrt. auf der strecke hupten einige autofahrer.
im ort war das hostel schnell gefunden. es war früher eine schule. es ist nett hergerichtet.
da es hier waschmaschine und trockner gab, habe ich alles gewaschen und getrocknet.
für 10 € buchte ich das abendessen. über salatauswahl, suppe, spagetti, tortia, gemüse sowie obst oder eis, plus wasser, war die auswahl groß und sehr schmackhaft. man konnte sich bedienen so oft man wollte. die zimmer sind für 2 personen ausgelegt. alles war sehr sauber und ansprechend. das frühstück ist inclusive. morgen werde ich das erste mal in portugal übernachten.
der umweg nach huelva von der geplanten route dürfte gut über 100 km liegen. normalerweise wäre ich schon heute in portugal gewesen.
bisher gefahrene km 2.569.
evtl komme ich morgen auf 11000 km bei meinem rad.
nach dem frühstück verließ ich das hostel gegen 8:15 uhr. der weg aus der stadt dauerte heute ca. 30 min. zum verlassen des ortes fuhr ich über eine 1 km lange brücke, die in ein naturschutzgebiet entlang eines flusses führte. danach ging’s weiter durch waldstücke über weitere kleine brücken in die peripherie. mit ersten hinweisen auf portugal. es lief alles über gut ausgebaute fahrradwege oder straßen.
danach folgte ein großes waldstück, in dem die ersten paar 100 m sehr weicher, sandiger boden, es war schwierig voranzukommen. alsbald kam ich an eine straße, die neben einem kanal verlief. anschließend führte der weg an großen limettenplantagen beidseitig der straße vorbei.
in lepe machte ich eine trinkpause.
nun sollten es noch circa 25 km bis portugal sein. es ging auf der nebenstrecke hu-3400/ 3300 auf dem euro velo 1 weiter.
über kilometer folgten jetzt einfache gewächshäuser in rundbogenform mit weißer u schwarzer plane. überwiegend war es tomatenanbau.
in ayamonte war die überfahrt mit einer fähre nach portugal. 10€ kostete das ticket, um in 15 minuten auf die andere seite nach portugal zu wechseln.
das war nach 65 km.
in vila real de santo antonio gings in 1 bar um sich zu stärken und den akku zu laden.
währenddessen schaute ich mein heutiges ziel weiter an. da faro in 50-60 km zu erreichen war, entschloss ich mich dort heute zu übernachten. ich buchte dort ein zimmer. da in portugal die zeit um 1 std zurückgestellt wird, war der aufbruch um 14 h.
auf dem weg dorthin wechselten die oliven haine gegen orangen haine. ansonsten war viel steppe oder wald angesagt.
im naturschutzbereich waren auch mehrere große golfanlagen und golfclubs angegliedert.
es ging über große strecken durch naturschutzgebiet, mit salzabbau und moorflächen. da die anzeige zwischendurch wieder mal nur 1 akku anzeigte, machte ich noch einen 2. ladestopp. vor faro wechselte ich auf die nationalstraße, da es am wasser sehr windig war und dort auch die wege nicht so gut waren wie auf der straße. gegen 19:00 uhr erreichte ich dann faro und die unterkunft happy house. keine 200 m entfernt, gab es diverse restaurants und bars. beim italienier gab nudeln carbonara, die lecker waren. die restaurants waren mit gästen gut gefüllt.
um 8:15 uhr verließ ich das happy house, um in der 200 m entfernten restaurantmeile kurz zu frühstücken. dann ging’s auf den weg raus aus faro. der weg war schnell zu finden.
nach 10 km begann ein naturschutzgebiet. zu durchfahren auf meinem lieblingsbelag, hellster schotterweg, wo man alles wunderbar erst in letzter sekunde erkennen kann.
zwischen kilometer 14 und 16 kam ein richtig gutes forderndes schotterstück mit vielen schlaglöchern und grobem losem gestein, bevor es wieder auf der straße weiter ging. mit dem e-mtb schon schwierig zu befahren. keine ahnung, wie es mit einem tourenrad zu bewältigen ist, bei dem kräftigen gefälle bzw den steilen steigungen.
durch die ortschaften, die man passiert hat, waren sehr viele wohnanlagen oder häuser im bungalowstil und alle überwiegend neuwertig. zudem wurde noch kräftig gebaut. dazu kamen natürlich wie immer große golf und clubanlagen.
nach 37 km gab es einen tankstellenstop. fahrrad und taschen vom staub befreit und gleichzeitig noch was getrunken. um 12:00 uhr waren es schon 30°.
auf der strecke waren weiterhin viele kleinere plantagen mit limettenanbau zu sehen. diese waren aber meistens irgendwelchen grundstücken/ häusern zugeordnet.
nach 58 km ging es wieder durch ein naturschutzgebiet. hier musste man über holzplanken durch das gebiet fahren.
um 13:15 uhr machte ich nach 63 km in armacao de pera halt in 1 bar, um den akku zu laden. da sie auch eine große auswahl an kuchen hatten, suchte ich mir ein stück aus, dazu gab es einen cappuccino. der wird hier aber nicht mit milchschaum gemacht, sondern da wird einfach sahne aus der sprühdose obendrauf gesetzt.
schmeckt wie erwartet nicht. über lagao nach lagos waren es noch 40 km. zwischenzeitlich kam kräftiger wind auf, der die sonnennbestrahlung erträglicher machte.
um 15:00 uhr zeigt das thermometer 35° an. ab km 70 folgte eine golfanlage nach der andern über mehere kilometer.
in den darüber befindlichen hängen waren entweder bungalows oder hausreihen zu sehen.
auf den straßenseiten gegenüber waren zahlreiche grundstücke mit oliven oder orangenbäumen zu sehen. ansonsten viel baumbewuchs, sträucher und vertrocknetes gras.
bei kilometer 84 ging es über eine brücke in den ort primao.
da es bis zu meinem quartier, dem little break gästehaus noch 20 km waren, machte ich hier eine pause. gleichzeitig durfte ich noch den akku laden.
die fahrt nach lagos erfolgte über die hauptstraße n-125, die mit autos gut frequentiert war. ich war der einzige radfahrer auf der strecke.
am vormittag traf ich ein älteres ehepaar aus der schweiz. sie waren seit august von servilla mit ihren tourenrädern unterwegs. ihr ziel ist porto. sie hoffen es bis november zu schaffen. chapeau für die bisherige leistung und was an wegen noch folgt.
hier in portugal ist festzustellen, dass die abendlichen temperaturen bei 20° liegen.
in spanien waren es in den letzten tagen abends noch bis zu 30°.
im gästehaus war die rezeption erst ab 8:00 uhr besetzt, also kam ich auch erst zu dieser zeit an mein fahrrad, das in einem verschlossenen raum stand. also frühstückte ich erst einmal und packte danach mein fahrrad fertig. um 8:45 uhr verließ ich das gästehaus. nach einem kurzen stück über normale straßen ging es gleich über wege und steile straßen durch kleine dörfer mit ständigem auf und ab. auch hier gab es steigungen mit 20 %. nach einer stunde hatte ich tatsächlich schon 12 km geschafft. ich fuhr weiter auf der landstraße, um im ort rogil noch etwas einzukaufen.
nach weiterer fahrt auf der hauptstraße ging es mit einem naturschutzgebiet weiter.
der ort odeceixe tauchte zwischendurch in einer talsenke auf.
in der region sao teotonio gab es über kilometer immer wieder die gewächshäuser in bogenform. hier waren als hauptprodukt himbeerenpflanzen zu sehen. dazu kam auch noch viel weinanbau.
bevor es in zambujaira do mar wieder ans wasser ging, gab es auf der linken seite eine große, eingezäunte grasfläche. hier hielt sich jemand einen kleinen privatzoo mit zebras, wasserbüffeln, straußen und weiteren tieren.
am meer kamen die hohen wellen mit einem kräftigen rauschen zum land. das wurde dadurch verstärkt, da es konstant den tag über 4-5 windstärken gab.
in der stadt machte ich eine pause, um mich zu stärken. der besitzer des lokals sprach mich freundlich auf deutsch an, und wir kamen ins gespräch. er erzählte mir, dass er als jugendlicher in deutschland war und später wieder nach portugal zurückgekehrt ist. danach setzte ich die tour direkt entlang der küste fort. hier gab es schmale wege, und manchmal musste ich mein fahrrad schieben, weil es sandflächen gab. das machte das vorankommen etwas anstrengend. unterwegs begegnete ich etwa 40 pilgern. später erfuhr ich, dass es teil des fischerweges war.
in almograve machte ich eine trinkpause und suchte nach einer unterkunft. da porto covo 25 km entfernt war, buchte ich hier ein zimmer.
über straßen und helle schotterwege erreichte ich mein ziel, eine private unterkunft, die schön hergerichtet war. die hausherrin wusch sogar meine wäsche.
im ort konnte ich noch ein paar dinge besorgen und aß später einen leckeren tintenfischsalat mit schmackhaftem brot.
am meer konnte ich um 19:00 uhr den sonnenuntergang beobachten. auch hier rollten hohe wellen mit großer wucht gegen die felslandschaft.
mit erreichen von porto covo hatte ich 3002 km der tour geschafft.
am heutigen morgen startete ich mit einem leckeren frühstück aus joghurt, banane und studentenfutter.
gegen 8:45 uhr verließ ich das haus und fand in nur fünf minuten den weg zur küste. das meer lag zu meiner linken seite, und die atmosphäre war ein wenig diesig, sodass nur einige große frachter verschwommen zu sehen waren.
etwa zehn wohnmobile standen entlang der küste, alle mit einem direkten blick aufs meer. einige surfer hatten wohl schon ihren tag beendet und packten ihre bretter ein.
auf der rechten seite erstreckte sich eine große weidefläche, auf der neben einer gruppe brauner kühe auch einige strauße oder emus standen. als ich an der hauptstraße in richtung inês abbog, folgte ich einer abzweigung, die mir komoot vorgeschlagen hatte. leider war das die falsche richtung, und ich drehte eine schleife, die mich wieder zum ausgangspunkt führte. da dort eine kleine bar war, gönnte ich mir ein croissant und einen kaffee, bevor ich weiter in richtung inês fuhr.
nach 10 km parallel zur autobahn erreichte ich santo andré, wo die autobahn in eine bundesstraße überging. ich war die ganze strecke über allein unterwegs. nach 50 km kam ich an einer bar vorbei, die ich für eine pause nutzen wollte, aber sie war leider geschlossen. also setzte ich meine fahrt in richtung setúbal fort.
links neben der straße lag ein feld, auf dem im vorderen bereich der langen reihen abdeckungen aus grünen netzen waren. darunter befanden sich frische pflanzen, die offensichtlich vor tieren geschützt wurden.
als nächstes wurden mir troia und melides als städte angezeigt.
komoot gab einen streckenverlauf von 25 km auf der bundesstraße an.
beidseitig der straße gab es wald oder ackerflächen.
nach 5 km befand sich linksseitig eine bar, an der diverse fahrzeuge standen. hier machte ich eine pause. offensichtlich nutzten alle handwerker der gegend die bar für ihre mittagspause, und es wurden verschiedene speisen angeboten. für mich gab es spaghetti mit hühnerfleisch und ein wasser für 12€. das thermometer zeigte um 13:00 uhr 26°c an.
laut google maps war die stadt setúbal noch 50 km entfernt.
auf dem weg nach pinhal da cruz fuhr ich an einem großen gefängnis vorbei, mit einigen häuserblocks davor auf der linken seite.
in carvalhal machte ich eine pause mit kaffee und einem schweineohr, das mit vanillepudding gefüllt war – es war richtig lecker. hier wurde das rad auch geladen.
von dort waren es noch 20 km bis zur fähre. gegen 16:30 uhr kam ich am fähranleger an und buchte ein ticket für 5,50 €. wie angekündigt, legte die fähre um 17:00 uhr ab, und 25 minuten später waren wir in der stadt.
mein bei booking gebuchtes quartier war nur einen kilometer von der fähre entfernt. das zimmer sollte im obergeschoss eines hauses sein, also rief ich die vermietungsgesellschaft an. sie sagten mir, dass ein mitarbeiter bald da sein würde, und das war auch der fall. der junge mann informierte mich, dass ich das fahrrad nicht mit aufs zimmer nehmen könnte, ohne eine begründung zu nennen. er war nur der ausführende. da es sich um ein großes zimmer handelte, wäre es kein problem gewesen, das rad dort unterzustellen. er schlug vor, dass ich mich an booking wende und die unterkunft storniere, was ich auch gleich tat.
danach suchte ich mir ein neues quartier und fand es 1,5 km weiter. am abend aß ich noch etwas obst und studentenfutter und stellte fest, dass es bis lissabon morgen noch etwa 40 km sein sollten. in der stadt werde ich mir ein oder zwei tage zeit nehmen, um die sehenswürdigkeiten in ruhe zu besichtigen.
ich machte mich um 8:15 uhr auf den weg von meinem gemütlichen kleinen apartment. im kühlschrank warteten zwei sandwiches, ein apfel und saft auf mein frühstück. die fahrt durch setúbal war gleich ein auf und ab auf den straßen. unterwegs fand ich noch eine bar und gönnte mir einen kakao, bevor ich weiterfuhr.
nach nur 2 kilometern erreichte ich den hafen, und bald darauf endete der ort. ab kilometer fünf führte mich der weg durch ein 7 kilometer langes waldgebiet mit 270 hm in richtung lissabon.
über eine mischung aus schotterwegen und asphaltierten straßen kam ich um 10:50 uhr in almada an, wo der fähranleger für die überfahrt nach lissabon war.
um 11:00 uhr ging es los, und in nur 10 minuten war ich in lissabon.
mit google maps fand ich die adresse für das hotel residencial horizonte, das 4 kilometer entfernt sein sollte. nach etwa einem kilometer musste ich links abbiegen. plötzlich, während einer kurvenfahrt, rutschte mein fahrrad weg, und ich hatte eine unerwartete begegnung mit der straße. es hatte zuvor nur leicht genieselt, und der straßenbelag aus marmorähnlichen pflastersteinen war spiegelglatt.
ein freundlicher mann, der mir half wieder aufzustehen, wäre fast selbst gestürzt, da auch er mit seinen schuhen wegrutschte. ich richtete den lenker, der sich verbogen hatte, und setzte die fahrt zum hotel fort.
als ich im hotel ankam, konnte ich zunächst nur meine sachen abgeben, da das zimmer erst ab 14:00 uhr bezugsfertig war. in der nähe gab es eine cafeteria, also bestellte ich mir einen cappuccino und einen leckeren apfelkuchen mit rosinen. die preise waren ähnlich wie bei uns, und für beide leckereien zahlte ich 8,65 €. gestern hatte ich in der ländlichen gegend für ein schweineohr mit puddingfüllung und einen cappuccino nur 2,80 € bezahlt.
den rest des tages ließ ich entspannt ausklingen.
die Temperaturen lagen heute auf der Fahrt zwischen 16 und 20°. In Lissabon war es zunächst bedeckt und leicht regnerisch. Zum Nachmittag riss der Himmel auf und die Temperaturen stiegen auch wieder über 20°. Es ging ein frischer Wind durch die Stadt, so dass ich heute das erste Mal auf der Tour und in der Stadt eine Jacke getragen habe.
morgen schaue ich mir die sehenswürdigkeiten der stadt mit dem bus per hop on – hop off an.
gestern abend buchte ich noch im hotel ein ticket für die stadtrundfahrt. es kostete 33 € und umfasste insgesamt drei touren, rot, grün und blau.
nach einem guten frühstück verließ ich das hotel um 8:30h und ging zum ausgangspunkt der grünen tour. es war der historische teil der stadt. wie oft üblich, waren die sehenswürdigkeiten im oberen teil der stadt. das bedeutete, kurze steigungen von 3-7% waren immer wieder abzugehen. gegen 11:30 uhr war ich mit der tour durch und am standort der busgesellschaft, um mit der roten route zu starten. sie ging in richtung westen der stadt. und dauerte 1:45h. im anschluss folgte um 14:00 uhr die blaue tour. sie sollte durch den östlichen, dem moderneren teil und seiner geschäftswelt, von lissabon führen. man kam an einer stierkampfarena mit 8000 sitzplätzen vorbei, die heute zu unterschiedlichen veranstaltungen genutzt wird. über die hauptstraße am hafen vorbei, ging es später wieder durch die stadt zum ausgangspunkt zurück. gegen 16:00 uhr war ich wieder im hotel. dort überprüfte ich mein rad und zog alle schrauben nach. dabei fiel mir auf, dass bei einem distanzring aus holz, den rennek mir für den kleinen spiegel am lenker gemacht hatte, ein stück fehlte. ein anderes war eingerissen und noch vorhanden. not macht erfinderisch.
da ich noch leichtes pappmaterial von einer verpackung hatte, bastelte ich mir ein neues stück und verklebte es mit sekundenkleber. somit konnte der ring wieder geschlossen werden. heute war ich beim chinesen und es gab eine nudelsuppe. im hotel hatte ich noch als nachtisch, joghurt mit karamellüberzug. ich bereitete meine sachen für morgen vor. reinigte die trinkblase und füllte sie neu auf.
morgen wird tour überwiegend nah an der küste verlaufen. bis zum nachmittag wird entschieden sein, wieviel kilometer zu schaffen sind. zu der zeit werde ich auch ein hotel buchen.-
gegen neun uhr verließ ich das hotel und machte mich gleich auf den weg, um aus der stadt herauszufahren. nach 14 kilometern erreichte ich das meer und die außenbezirke der stadt. die fahrt durch die stadt war angenehm, da es zu 90 % fahrradwege gab.
schon auf den ersten kilometern bemerkte ich, dass der motor nicht so leise war wie sonst, sondern einige geräusche machte. später kam noch ein knacken hinzu, das während der pedalbewegung auftrat. sobald ich aufhörte zu treten, verschwand das wieder. gelegentlich hatte ich das gefühl, dass das treten zwischendurch etwas schwerer war.
in der zwischenzeit sprach ich mit dem fahrradhändler in bordesholm.
er wollte ein ticket bei flyer/pinion aufmachen und sich melden, sobald er neue informationen hätte. bis zum nachmittag hatte er jedoch noch nichts neues. in der zwischenzeit fand ich über die pinion-seite einen pinion-händler, der etwa 15 kilometer von lissabon entfernt war.
wir hatten ein nettes telefonat und uns am abend um 18:30 uhr getroffen, da er gerade unterwegs war. also fuhr ich entspannt nach belas zu dem fahrradladen. er war schon vor 19:00 uhr da und und fuhr selber mit dem rad. die ursache käme vom motor. der müsste eingeschickt werden. leider konnte er keinen ölwechsel machen, weil er das richtige öl nicht hatte. er riet mir den reifendruck etwas zu senken und vorerst weiterzufahren.
also, außer den ausgaben für die fahrt war nichts passiert. außerdem hat er mir den schalthebel erneut abgebrochen, aber mit zwei kabelbindern befestigt. das hielt erst mal. aber auf der strecke löste es sich und ich musste bei dunkelheit mit stirnlampe das teil wieder ankleben. das hat dann auch geklappt. ich hatte in sintra das ibis hotel gebucht und bin dort gegen 21:30 uhr angekommen. als abendessen gab es milchreis und obst aus meinem rucksack.
der radhändler hatte cascais als ort erwähnt, der auf meiner route liegt. nachdem ich auf booking nach unterkünften schaute, war das erledigt. dort sollten die unterkünfte ab 250 € kosten.
campingplätze wurden telefonisch nicht erreicht.
daher die umplanung nach sintra.
das ibis hotel kostete 90 € .
von dort werde ich bei komoot eine neue route einstellen, die mich wieder auf die eigentliche tour führt.
so geht es zunächst weiter durch das landesinnere.
im hotel lief alles etwas gemächlicher, da ein junger mann die rezeption und den speiseraum betreute und ziemlich beschäftigt war. deshalb verließ ich das hotel erst gegen 9:30 uhr.
das wetter war herrlich, und die temperaturen lagen bei angenehmen 20 grad. unterwegs fand ich in einem lidl noch milchreis. die route führte zunächst durch das landesinnere, vorbei an vielen ortschaften mit ständigen auf- und abfahrten. gelegentlich konnte man einen blick auf die küste erhaschen. zwischen den tälern gab es viele felder, teilweise sogar weinanbau. zuerst kam der wind vom land, aber ab kilometer 60 wechselte er und kam vom wasser. als ich durch ein tal fuhr, bemerkte ich trotz des kräftigen sonnenscheins, dass die temperaturen etwas kühler wurden.
in ribamar machte ich eine pause, um etwas zu trinken und zu essen, und hatte die gelegenheit, meinen akku aufzuladen. am nachmittag frischte der wind so kräftig auf, das auf freier fläche nur noch geschwindigkeiten von 22-23 km/h möglich waren.
in peniche checkte ich im hotel mh peniche ein, das ich unterwegs gebucht hatte. da die sonne noch voll auf die poolseite schien, ging ich eine runde schwimmen. am abend genoss ich ein reichhaltiges und schmackhaftes abendbuffet.
km 3303, rad km 11652
bis s.d.compostella sind es ca 520 km
der tag begann mit einem köstlichen frühstück, das eine große auswahl bot. frisch gestärkt startete ich um 9:00 uhr in die nächste tour.
kaum hatte ich den geschützten bereich des hotels verlassen, erwarteten mich die gleichen wetterbedingungen wie am vortag. die sonne schien, ein paar wolken zogen vorbei, und der wind wehte kräftig vom land aufs meer, das links von mir lag.
nach 5 km führte der weg parallel zur küste über einen schotter- und rüttelweg, der perfekt war, um richtig wach zu werden. zahlreiche läufer, surfer, kiter und radfahrer waren bereits unterwegs. es gab verschiedene felder mit schilfanbau, porreefeldern und niedrigerem gemüseanbau, dessen pflanzen ich nicht kannte.
da die fahrt durch ein großes naturschutzgebiet ging, kam ich dort an zahlreichen golfplätzen und golfanlagen vorbei, die rechts und links der straße lagen, einige direkt an der küste.
auf der folgenden straße sollte es nach links zu einem verteilerkreis gehen. der war auch da, aber davor stand eine mauer. sowohl das große metalltor als auch die kleineren tore waren komplett verschlossen und nicht zu öffnen.
weiter ging es auf der bundesstraße n 140, die sehr hügelig war. das machte es interessant, da es zwischendurch immer wieder bis zu 10 % steil wurde. nach 20 km zeigte das gerät erstmals an, dass nur noch 38 km möglich wären. nach dem ausbau und erneuten einsatz der akkus lief es wieder rund und zeigte die realen werte an.
in einem wechselspiel von auf und ab ging es durch verschiedene ortschaften.
nach 40 kilometern machte ich in sao martinho do porto eine pause, um etwas zu trinken und zu essen. dort hatte ich auch die gelegenheit, mein fahrrad aufzuladen. weiter ging es auf verschiedenen bundesstraßen. die steigungen wurden zwar weniger, aber der kräftige wind vom wasser, mit etwa 5 windstärken,machte das fahren etwas herausfordernd.
zweimal führte mich die strecke direkt außerhalb des ortes, sodass es dort keine bars gab, um etwas zu trinken.
am nachmittag stiegen die temperaturen wieder über 25°.
nach 98 kilometern erreichte ich den ort pedrogao.
dort genoss ich ein getränk in einem café. in der nähe fand ich ein guesthouse mit einem zimmer für mich. damit war das heutige ziel erreicht.
am abend ging ich in einem restaurant am meer essen.
der tag startete mit einem leckeren frühstück und frischen rührei. um 8:15 uhr machte ich mich bei strahlend blauem himmel und 16 grad auf den weg. schon bald war ich wieder auf der hauptstraße richtung porto. da die sonne noch tief stand, war es in den waldstücken mit 13 grad ziemlich frisch.
neben viel wald gab es auch flache vegetation und einige dünenlandschaften. gegen 10:00 uhr erreichte ich den ort lavos. bis dahin hatte ich nur autofahrer oder motorradfahrer gesehen und keine einzige person in den orten. als ich bei der fähre ankam, um nach figueira da foz zu gelangen, wurde mir mitgeteilt, dass ich nicht mitfahren könnte. die frage, warum, blieb unbeantwortet, aber man sagte mir, ich müsse über die brücke fahren, was ziemlich gefährlich sei, weil sie sehr eng sei. ich rief marcel an, der mir freundlicherweise über pc schnell eine neue route in die stadt zusammenstellte. ich konnte sie über komoot abrufen.
nachdem ich in der bar was gegessen und getrunken hatte, machte ich mich auf den weg. die brücke hatte nur eine fahrspur, und die eigentliche abfahrt war gesperrt. auch der fußgängerweg, den ich nehmen wollte, war nicht zugänglich, also musste ich über die fahrspur fahren. ich fragte einen mitarbeiter, ob ich die freistehende spur benutzen könnte, und er stimmte zu. eine mitarbeiterin auf der brücke informierte mich, dass ich die spur bald wechseln müsste, da die weiterfahrt nicht möglich wäre. glücklicherweise war der spurwechsel kurz darauf möglich.
die polizei hob gerade die sperrung der rechten spur auf, sodass ich das erste fahrzeug war, das die brücke ohne weiteren verkehr passieren konnte. nach einer kurzen fahrt erreichte ich die stadt, die in einigen teilen noch von einer stadtmauer umgeben ist. danach ging es kilometerweit über landstraßen und durch ein naturschutzgebiet. erst bei 95 km machte ich in einer bar an einem kleinen see eine ess- und trinkpause.
es war erst 15:00 uhr, also entschied ich mich, noch bis nach gafanha da nazaré zu fahren,etwa 25 km entfernt. dort buchte ich das hotel jardim oudinot, my way, kite & surf, das in der nähe des fähranlegers liegt. von dort werde ich morgen übersetzen müssen.
am abend genoss ich ein köstliches abendessen, das von einem asiaten zubereitet wurde. nach der buchung eines hotels in porto für zwei tage ließ ich den tag entspannt ausklingen.
im hotel gab es das vorbestellte müsli mit ein wenig obst. man konnte heiße getränke aus dem automaten genießen. gegen 8:30 uhr verließ ich die unterkunft und machte mich auf den weg zum fähranleger, der nur 10 minuten entfernt war. da heute nur die kleine fähre im einsatz war, mussten die taschen abgebaut werden, und das fahrrad wurde an der außenseite des schiffes befestigt. die überfahrt war um 9:00 uhr und dauerte 10 minuten. wir kamen in s. jacinto an. es war diesig bei 13°, fühlte sich aber kälter an, also zog ich heute zum ersten mal meine jacke an. das meer war ruhig.
die nächsten 10 km führte die landstraße weiter, und rechtzeitig erreichten wir das meer. über die gesamte strecke waren viele angler unterwegs, die ihrem hobby nachgingen. ab dem ort torreira gab es einen abgetrennten fahrradweg, auf dem man gut fahren konnte. der dunstschleier war so stark, dass man nicht mehr als 100 meter weit sehen konnte, und das visier des helms beschlug ständig, sodass ich es immer wieder mit dem handschuh abwischen musste.
nach 24 km erreichte ich um 10:30 uhr den ort tura lameiro. wie auf knopfdruck verschwand der dunstschleier plötzlich, und strahlend blauer himmel ohne wolken bei 20° waren nun angesagt. danach folgte eine 30 km lange durchfahrt durch ein waldgebiet auf asphaltierten fahrradwegen, was sehr angenehm war. in ovar kann man an einem Herrenhaus mit großen Grundstück vorbei. Die Besonderheit hier war, dass auf der Rasenfläche vor dem Haus zwei Artilleriehaubitzen standen. vor dem erreichen von espinho ging es kilometerweit über holzstege durch ein Schilfgebiet. nach 50 km machte ich in einer Bäckerei eine ess- und trinkpause.
gegen 13:30 uhr konnte ich zum ersten mal den fluss und die stadt porto aus der ferne sehen. um 14:00 uhr kam ich im porto river soul hotel an, das direkt an der hauptstraße liegt und einen wunderbaren blick auf die brücke und den oberen teil der stadt bietet.
da mein zimmer erst ab 16:00 uhr bezugsfertig war, machte ich mich gleich auf den weg zur anderen seite des flusses, um mich an einem treffpunkt in der oberstadt zu treffen. dort war für 15:30 uhr eine stadtführung auf deutsch geplant, die ich unterwegs gebucht hatte. iris, eine deutsche studentin, erzählte uns nicht nur interessante details über die orte, sondern auch viele spannende informationen über die stadt und die region.
am abend, auf der gleichen uferseite, genoss ich in der nähe des flusses ein köstliches fleischgericht. im dunkeln ging es dann über die fußgängerbrücke zurück zum hotel.
der ausblick von der terrasse im vierten stock war einfach herrlich. mit einem leckeren frühstück konnte der tag gut beginnen. nach dem essen wollte ich schnell noch die wäsche erledigen und habe mich auf die suche nach einem waschsalon gemacht. dort angekommen, musste ich leider feststellen, dass einige geräte nicht funktionierten und ein waschen heute nicht möglich war. das nächste waschcenter war laut google maps geöffnet, tatsächlich aber geschlossen. beim dritten versuch hat es endlich geklappt! mit waschen und trocknen war der vormittag dann aber doch etwas länger als geplant und ich war erst so gegen 12:30 uhr wieder zurück im hotel. nach einer kurzen pause ging es über die brücke zur kabinenbahn, um auch mal mit dieser in die oberstadt zu fahren. dort besuchte ich zunächst den platz der alten kathedrale,der auch der startpunkt für den portugiesischen jakobsweg nach santiago ist. danach ging es weiter zum bahnhof der stadt. der haupteingang ist momentan leider eine große baustelle, aber man kann von der seite in den bahnhof gelangen. der innere eingangsbereich ist mit seinen alten kachelbildern wirklich schön anzusehen. von da ging es weiter zu den markthallen. die fläche war in zwei teile aufgeteilt, und jede hälfte musste in vier schleifen durchlaufen werden. viele kleine verkaufsstände machten den reiz des marktes aus, und er war gut besucht. die besucher hatten die möglichkeit, neben dem einkauf auch an vielen ständen etwas leckeres zu essen. da mc donald’s in der nähe war, suchte ich den laden nach einer empfehlung der reiseführerin iris auf. er war für seine verhältnisse schon recht nobel eingerichtet.
leider ist ein besuch der größeren kirchen in der stadt nur mit eintrittsgeldern möglich, die zwischen sieben und zehn euro lagen. daher verzichtete ich auf die besuche. mein rundgang durch die stadt endete am fluss, wo ich noch einmal in dem restaurant gegessen habe, wie am tag zuvor. danach ging es zurück zum hotel, wo ich den tag ausklingen ließ.
bei einem bewölkten himmel und frischen 14 grad, genoss ich mein frühstück noch einmal draußen, während ich auf die andere uferseite schaute. um 9:15 uhr verließ ich das hotel. der weg führte bald durch ein größeres parkgelände. nach 10 km war ich aus porto heraus, und es ging mit einigen knackigen anstiegen bis zu 12 % steigung zur stadt malongo.
zu meiner linken waren mehrere bergketten, in denen die ortschaften eingebettet sind.
die berge waren noch von kräftigen dunstschleiern umgeben.
um 10:40 uhr rief mich marcel an und fragte wohin ich fahre. ich war auf der falschen route. das war nach 24 km.
ich hatte unterwegs nicht bemerkt, dass die route überhaupt so zustande gekommen ist, da ich immer der blauen spur der vorab gespeicherten route gefolgt bin. wegen kurzfristiger änderungen auf den straßen hatte ich die einstellung schon vor einiger zeit auf „weg anpassen“ geändert. daher nehme ich an, dass komoot bei irgendeiner wegkreuzung möglicherweise die route geändert hat, was ich nicht bemerkt habe.
also musste ich die kilometer zurückfahren. um 12:15 uhr war ich in der stadt matosinhos angekommen. nach der überquerung einer brücke war ich wieder auf der alten route und konnte nach dem bestehenden plan weiterfahren.
in einer markthalle machte ich eine pause in einem restaurant und nutzte die gelegenheit, mein rad aufzuladen. nach 45 minuten setzte ich meine reise fort und fuhr bis zum leuchtturm farol de leca, der etwa 2 km entfernt war. auf dieser strecke zeigte mein fahrradcomputer 12.000 km an. die wurden von mir in den letzten 15 Monaten zurückgelegt.
plötzlich bemerkte ich, dass ich den hebel für die sattelstütze nicht mehr bedienen konnte. die sattelstütze senkte sich automatisch, ließ sich aber nicht arretieren. ich suchte auf google maps nach fahrradläden in der stadt und fand drei. der dritte laden konnte mir schließlich helfen. der mitarbeiter war sehr kompetent und tauschte den seilzug für den hebel aus. danach funktionierte die sattelstütze wieder einwandfrei. auf meine bitte hin überprüfte er auch die bremsbeläge. da die hinteren schon stark abgenutzt waren, ließ ich sowohl hinten als auch vorne neue bremsbeläge einbauen.
um 16 uhr konnte ich meine fahrt fortsetzen. die strecke verlief immer sehr nah am meer entlang. ab kilometer 75 zeigte mein fahrradcomputer mehrmals unterschiedliche reststrecken an, wie 60 km oder nur 17 km, und das wechselnd. da ich nur noch 5 km von vila do conde entfernt war, ignorierte ich die anzeige. bei einem kurzen stopp buchte ich ein zimmer im venceslau wine boutique hostel. laut bewertungen sollte das dazugehörige restaurant gutes essen bieten.
ich hatte wieder einmal glück, denn das restaurant war geschlossen.
in der nähe gab es ein restaurant, das ein pilgermenü anbot. es begann mit einer herzhaften suppe, gefolgt von hähnchenflügel mit reis und pommes. zum abschluss gab es einen karamellpudding. alles hat wunderbar geschmeckt!
mit einem getränk zahlte ich 12 €, was ein sehr fairer preis ist. der freundliche besitzer des hotels hat mein fahrrad sicher in einem abschließbaren raum auf der anderen straßenseite untergebracht. die akkus werden heute in meinem zimmer aufgeladen. die weiterfahrt kann frühestens zwischen 8:30 uhr und 9:00 uhr stattfinden, da der besitzer erst zu dieser zeit wieder vor ort ist und ich an mein fahrrad kommen kann.
da es im hotel kein frühstück gab, frühstücke ich in einer bar in der nähe. gegen 8:30 uhr war ich wieder zurück im hotel. der eigentümer war tatsächlich pünktlich um 8:30 uhr da und hat mein rad freundlich vor die tür gestellt. nach dem beladen fuhr ich gegen 8:45 uhr los. es war noch recht frisch mit 12 grad, aber sonnig und windstill, perfektes wetter für eine radtour.
während ich durch die stadt fuhr, ist mir aufgefallen, dass der sattel nicht richtig hielt und immer wieder runterrutschte. leider konnte ich das problem nicht selbst beheben. also habe ich schnell auf google maps nach einem fahrradhändler gesucht. der war ungefähr 3 km entfernt, machte aber erst gegen 9:45 uhr auf. der mechaniker hat sich die sache dann angesehen, ein paar einstellungen vorgenommen und die kabelführung nochmal gerichtet. danach war das problem behoben und die sattelstütze rastete wieder ordnungsgemäß ein.
um 10:15 uhr ging es dann endlich los mit der eigentlichen tour. die strecke führte größtenteils nahe der küste entlang und durch viele ortschaften. teilweise gab es auch mal steigungen von 16 %, aber das war alles machbar. landschaftlich war es echt schön, mit gemüsegewächshäusern und feldern, auf denen unterschiedliche gemüsesorten angebaut wurde. das wetter war sonnig und leicht windig bei 20°. entlang der strecke waren auch viele pilger unterwegs, denn es ist die offizielle route des portugiesischen jakobswegs.
nach einer entspannten überquerung der brücke machte ich in viana do castelo eine gemütliche mittagspause. im restaurant konnte ich gleich meinen akku aufladen. nach 76 kilometern erreichte ich dann caminha, den grenzort zu spanien. dort ging es per boot weiter – ein kleines, bootstaxi, das uns mit vier personen übersetzte. die fahrt dauerte nur 10 minuten. die temperaturen waren auf 16°c gesunken, und ein leichter wind wehte. also tauschte ich meine windjacke gegen eine dünne daunenjacke, da es mir zu kühl wurde.
schon hatte man einen kleinen zeitsprung von 15:30 uhr auf 16:30 uhr. immer wieder zogen dunstwolken vom meer auf und hüllten die landschaften und orte kurzzeitig in ein mystisches licht. in oia fand ich dann das hotel glasgow, wo ich mir ein zimmer buchte. zum abendessen gab es ein leckeres drei-gänge-menü mit fisch. danach ließ ich den abend ruhig ausklingen und genoss die entspannte atmosphäre.
durch die zeitumstellung war es um 8:00 Uhr noch dunkel. nach einem leckeren frühstück machte ich gegen 9:00 uhr auf den weg. die route führte mich an der malerischen küste entlang, vorbei an vielen orten.
einige steigungen bis zu 12 % waren zwar zu bewältigen, aber das machte die fahrt nur noch spannender.
nach 33 kilometern erreichte ich die stadt vigo und gönnte mir eine erfrischende trinkpause.
während der pause entdeckte ich eine fährverbindung von vigo nach moana. von dort aus ging es dann rechts ab über marin nach pontevedra. der weg über vigo nach pontevedra wäre gut über 20 kilometer länger gewesen. auf der fahrt nach marin gab es ein paar knackige steigungen bis zu 16 %, aber die waren für das rad kein problem.
in marin machte ich eine pause, da der akku mal wieder etwas durcheinander war und mir unterschiedliche angaben zu den restkilometern machte. von hier aus sollten es noch 55 kilometer bis nach santiago sein. was ich allerdings nicht mehr so genau im kopf hatte, war, dass die strecke dorthin stetig bergauf ging und die straßenverhältnisse teilweise sehr holprig und schwierig waren. das kostete natürlich einiges an strom, sodass ich bis zur ankunft kurz vor dem zentrum von santiago insgesamt viermal den akku aufladen musste. letztendlich kam ich mit nur 1 % und 1 kilometer rest im hotel castro kurz vor mitternacht an. was für eine aufregende nachtfahrt! neben den 151 kilometern waren es ja auch noch 1702 höhenmeter.
gestern war meine fahrt nach santiago, kurz vor dem zentrum, genau richtig getimed. denn für heute war dauerregen angesagt, und der war beim blick aus dem fenster auch deutlich zu sehen. den ganzen vormittag schüttete es für jung und alt. daher brauchte ich heute nur noch bis ins zentrum, ins hotel denike, in der nähe der kathedrale, zu fahren – also nur 7 km im regen statt 40-50 km.
ich buchte auch schon einen rückflug nach hamburg am mittwochmorgen. gegen 17:10 uhr soll der flieger dann in hamburg landen.
im fischrestaurant mama peixe reservierte ich einen tisch für ein mittagessen ab 13:30 uhr. wie immer gab es dort ausgezeichnetes essen.
neben einem kurzen abstecher zum bäcker in der nähe des hotels, den ich noch bei leichtem nieselregen machen konnte, blieb ich heute im hotel. erst am abend, gegen 19:15 uhr, als ich zur abendmesse ging, war es trocken.
die kathedrale war gut besucht. zum ersten mal seit mehreren jahren erlebte ich heute, dass das weihrauchgefäß nicht durch den kirchengang gezogen wurde. heute sang auch zum ersten mal ein mann in der messe, sonst waren es immer nonnen.
zurück im hotel fertigte ich noch die fehlenden berichte und fotos für meine jimdo-seite. stand heute: nach 46 Tagen 3953 km.
da ich im hotel denike ein zimmer unter dem dach hatte, konnte ich das prasselnde regenwasser an den fenstern hören. deshalb endschied ich mich, die geplante radtour nach finisterre mit 100 km zu streichen. stattdessen nahm ich um 13:00 uhr einen bus vom busbahnhof in santiago, der mich in 2,5 stunden dorthin brachte.
vor ein paar tagen hatte ich schon ein zimmer im hotel beim leuchtturm gebucht. gegen 15:30 uhr kamen wir in finisterre an.
auch hier regnete es. also nahm ich mir ein taxi und fuhr zum 4 kilometer entfernten leuchtturm, dem ende der welt. vor diesem steht das hotel mit wenigen zimmern.
es war ziemlich windig und nieselte fein, sodass man innerhalb von minuten komplett nass war.
das hotel war gut isoliert, so dass man den wind drinnen nicht mehr hörte. so konnte ich in ruhe mein abendessen im hotel genießen. aus meinem hotelzimmer hatte ich einen tollen blick auf den leuchtturm, dessen licht sich beständig drehte.
nach einem leckeren frühstück im hotel startete mein tag bei regnerischem, diesigem wetter. ich nahm ein taxi vom leuchtturm zum ort finisterre, von wo aus der bus um 9:45 uhr nach santiago fuhr. es war ein flixbus, der nicht an jeder haltestelle hielt, sodass wir schon um 11:15 uhr dort ankamen. von dort aus machte ich mich gleich zu fuß auf den weg zurück ins hotel denike. im hotel versuchte ich, mit der hilfe der freundlichen angestellten begonia, kontakt mit der firma get your bike aufzunehmen, um den abtransport meines rades zu organisieren. leider war telefonisch niemand erreichbar, und auch an den tagen zuvor hatte ich keinen erfolg. also machte ich mich auf den weg, die adresse in santiago persönlich aufzusuchen. doch dort kannte niemand die firma in der straße. damit war der mögliche worst case eingetreten, da es keine möglichkeit gab, mein rad als transportmittel aufzugeben. es gab auch keinen postdienst, der es nach deutschland transportieren konnte. somit blieb mir nur die wahl, ein mietwagen zu nehmen, um die heimreise anzutreten. mit der hilfe von marcel buchten wir für mittwoch, 21.10.25, ein auto bei enterprise in pontevedra, da es von santiago aus nicht möglich war.
am flughafen von san sebastian sollte der wagen wieder abgegeben werden. trotz der widrigen umstände genoss ich am nachmittag einen gemütlichen spaziergang durch die straßen der altstadt. nach einem leckeren abendessen beim chinesen packte ich später im hotel meine sachen für den nächsten tag. vom flughafen biarritz startet die nächste mietwagentour nach metz-vill, bahnhof. danach geht es per zug nach saarbrücken. von dort weiter über hamburg nach wattenbek. es stehen also noch mal 2-3 spannende tage bevor!
nach einem leckeren frühstück verabschiedete ich mich von der freundlichen begonia im hotel und machte mich mit dem fahrrad auf den weg zum bahnhof in santiago. von dort aus buchte ich entspannt eine zugfahrt nach pontevedra. gegen kurz nach zehn erreichte ich die stadt und machte mich auf den weg zur autovermietung enterprise. da bekam ich einen suv, der perfekt zu meinen plänen passte. nach einem kurzen abbau des vorderrades passte das rad und die taschen problemlos in den wagen. so ging es dann los in richtung san sebastian, über landstraßen und autobahnen. am abend erreichte ich nach 800 km die stadt hondarribia, wo die temperaturen noch angenehm bei 25° lagen.
ich übernachtete im hotel palacete. für ein croissant und einen kaffee gab es ein frühstück für sportliche 7 euro.
danach ging es weiter nach san sebastian, wo ich den wagen am flughafen abgab. von dort aus ging es mit dem rad nach biarritz. der vormittag war etwas stürmisch, aber die fahrt war dadurch sehr abwechslungsreich, mit ein paar schauern und trockenphasen. nach 45 km erreichte ich den flughafen und holte mir meinen nächsten leihwagen ab: einen renault traffic, einen van. trotz seiner größe musste auch hier das vorderrad herausgenommen werden, damit das rad gut in den wagen passte.
es standen noch 1200 km bis nach metz auf dem plan, mit einem angenehmen wechsel zwischen bundesstraßen und maut-autobahnen. nach mehreren stunden autofahrt meldete sich dann auch mal die blase, die erleichtert werden wollte. da es keine toilettenhäuser gab, nutzte ich abseits der straße eine rasenfläche mit baumbewuchs – ein kleiner abenteuer-moment!
als ich zu meinem wagen zurückkehrte, bemerkte ich einen streifenwagen mit einem älteren und einem jüngeren gendarm hinter meinem wagen. der ältere gendarm übernahm die führung und erklärte mir freundlich, dass ich für das urinieren in der öffentlichkiet eine strafe von 135 € zahlen müsste. trotz des regens wurden meine personalien aufgenommen und der betrag per karte angewiesen. es gab jedoch ein kleines missverständnis, da die abbuchung nicht erfolgte. der gendarm notierte in seinem bericht, dass ich betrag zwar überwiesen, dieser aber nicht abgebucht wurde, und der grund dafür leider nicht ermittelt werden konnte. er verzichtete darauf, den vorgang erneut zu aufzumachen. mit dem freundlichen hinweis, nicht mehr in der öffentlichkiet zu urinieren, verabschiedete er sich. durch diesen vorfall verlor ich leider etwas zeit, um voranzukommen. gegen mitternacht machte ich einen stopp in orleans und übernachtete im fasthotel orleans zenith. am nächsten morgen genoss ich ein leckeres frühstück mit obst und joghurt. im zimmer gab es sogar einen wasserkocher, mit dem ich mir einen tee kochen konnte.
am freitag erreichte ich gegen 12:30 uhr endlich metz und brachte den wagen bei der enterprise station ab. der mitarbeiter war gerade dabei, schloss und tür zu schließen, als ich ankam. er erklärte mir freundlich, dass er jetzt seine mittagspause hätte und ich in etwa einer stunde wiederkommen könnte. das gab mir die gelegenheit, den wagen zu tanken. bei der ersten total-express tankstelle, wo man nur mit karte tanken kann, hatte ich allerdings etwas pech. meine dkb-debitkarte wurde dort nicht erkannt. also machte ich mich auf die suche nach einer anderen tankstelle in der stadt und fand schließlich eine bei einem supermarkt.
gegen 14:30 uhr gab ich den wagen ab und machte mich mit meinem fahrrad auf den weg zum gegenüberliegenden bahnhof. dort fuhr um 15:30 uhr der zug nach metz. nach einer kurzen fahrt musste ich in forstbach umsteigen, um nach saarbrücken zu kommen. dort angekommen, checkte ich die zugverbindungen mit fahrradmitnahme in richtung hamburg. es gab jede stunde einen passenden ice ab 15:30 uhr. allerdings sollte die fahrt mit fahrradabteil und 1. klasse bis gegen 19:00 uhr 416 € kosten. glücklicherweise fand ich dann um 19:51 uhr die günstigste verbindung für 175 €. dafür musste ich allerdings zweimal umsteigen und hatte jeweils 40 minuten pause in frankfurt und hannover. beide züge waren ziemlich voll, besonders in der zweiten klasse, wo die leute teilweise sogar in den gängen saßen. aber auch die plätze in der 1. klasse waren gut belegt. am samstagsmorgen kam ich endlich gegen 7:00 uhr im hauptbahnhof hamburg an. von dort fuhr um 7:20 uhr der zug nach kiel, sodass ich um 8:30 uhr in bordesholm eintraf. so hatte ich gleich am marktplatz die gelegenheit, beim bäckerwagen meine brötchen zu kaufen und im anschluss daran zu hause in aller ruhe zu frühstücken.
davor holte ich mir aber noch frische milch und eier beim bauern in schmalstede.
mit dem rad hatte ich zum abschluss der tour 3953 km und eine gesamtlaufleistung von 12.353 km in ca 14 monaten erreicht.
in der kommenden woche geht das fahrrad dann zur inspektion, da einige sachen daran defekt sind.